Eine effiziente Möglichkeit zur Implementation von Serpent bietet der sogenannte bitslice-Modus. Die Idee der Implementation soll hier kurz vorgestellt werden, da das Design des Algorithmus explizit darauf zugeschnitten ist. Die Idee des bitslice-Modus ist es, eine S-Box nicht als eine Funktion von und auf 4-Bit Folgen, sondern als vier boolesche Funktionen zu betrachten.
Klassische Modellierung einer S-Box:
Alternative Modellierung der S-Box:
Die 32-fach parallele Anwendung einer S-Box entspricht also entweder der Berechnung der entsprechenden 4-Bit Funktion für 32 Eingaben, oder aber einer Permutation der Eingabe-Bits, der einmaligen Berechnung der vier booleschen Funktionen auf 32-Bit Wörtern, sowie einer Permutation der Ausgabe-Bits (invers zur Permutation der Eingabe). Die bitweise Verknüpfung von 32-Bit Wörtern kann im allgemeinen wesentlich schneller durchgeführt werden, als 32 Zugriffe auf die Tabelle der S-Box.
Da bei Serpent der bitslice-Modus bereits während der Entwicklungsphase als Standardimplementation vorgesehen war,
entschieden sich die Entwickler die Bits nicht beim bitslice-Modus zu permutieren, sondern nur in dem anderen Modus.
Diese Permutationen sind in der Algorithmusbeschreibung in Form von (initial permutation) und
(final permutation) präsent. Somit wird durch Entfernen aller Anwendungen von
und
aus den obigen Formeln,
die Darstellung des Algorithmus in den bitslice-Modus übertragen.