Sommersemester 2026
Dozent:in: Prof. Dr. Nicole Schweikardt und Dr. André Frochaux
In diesem Logbuch werden regelmäßig Informationen bereit gestellt. Hier finden Sie (nach den Vorlesungen) Informationen zum Inhalt der einzelnen Vorlesungsstunden, Tipps zum Weiterlesen und gelegentlich ergänzende Bemerkungen.
Vorsicht: In der Vorlesung und der Übung werden viele wichtige Dinge (insbesondere Beweise, aber auch einiges andere) an der Tafel erklärt. Diese Dinge sind für die Veranstaltung "Einführung in die Datenbanktheorie" wesentlich und daher auch dann prüfungsrelevant, wenn sie nicht in den online erhältlichen Materialien enthalten sind.
Eröffnungsveranstaltung: Klärung von Organisatorischem (entlang der Webseite der Vorlesung). Kapitel 1: Einleitung. Start mit Kapitel 2: Das Relationale Modell - heute: Relationsschemata und Relationen, Datenbankschemata und Datenbank(instanz)en, Beispieldatenbank mit Kinodaten
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 1-18 (bis inkl. Folie 22)
Weitere Lektüre:
Teil A von [AHV] und Abschnitte
19.1 und 19.2 des Artikels [SSS]
Abschluss von Kapitel 2: Das Relationale Modell - heute:
benannte vs. unbenannte Perspektive, Anfragen und Anfragefunktionen,
generische Anfragefunktionen, Boolesche Anfragen, Datenkomplexität und kombinierte
Komplexität
Start mit Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute: Syntax und Semantik von
regelbasierten konjunktiven Anfragen; Beispiele
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 18-27 (bis inkl. Folie 38)
Weitere Lektüre:
Teil A und Kapitel 4.1 und 4.2 von [AHV]
Weiter mit Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute: der "active domain" von Datenbanken und Anfragen; Monotonie und Erfüllbarkeit regelbasierter konjunktiver Anfragen; Syntax und Semantik von Tableau-Anfragen; Syntax und Semantik des konjunktiven Kalküls; eine Normalform für CQ; Beispiele für Anfragen
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 28-38 (bis inkl. Folie 55)
Weitere Lektüre:
Teil A und Kapitel 4.1 und 4.2 von [AHV]
Weiter mit Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute: Beispiele zur Übersetzung zwischen Tableau-Anfragen, Anfragen des konjunktiven Kalküls und regelbasierten konjunktiven Anfragen; Beweis der Äquivalenz der Ausdrucksstärke von Tableau-Anfragen, konjunktivem Kalkül und regelbasierten konjunktiven Anfragen; regelbasierte konjunktive Anfragen mit "="
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 38-44 (bis zur Mitte von Folie 62, also bis zum Ende von Beobachtung 3.15)
Weitere Lektüre:
Kapitel 4.3 von [AHV]
Weiter mit Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute: regelbasierte konjunktive Programme; Auswertungskomplexität konjunktiver Anfragen: das Auswertungsproblem für CQ (kombinierte Komplexität) und die Größe von Anfragen und Datenbanken; ein "naiver" Algorithmus zum Auswerten konjunktiver Anfragen; der Begriff der "Algorithmen mit Taktung f(k,n)"; Beginn des Beweises von Theorem 3.20 (Transformation eines Algorithmus zur Auswertung Boolescher Anfragen des konjunktiven Kalküls zu einem Algorithmus zur Auswertung beliebiger Anfragen des konjunktiven Kalküls, so dass die Taktung zwischen der Ausgabe zweier Ergebnis-Tupel O(k^3 n log n) ist)
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 44-52 (bis zum Ende des Induktionsanfangs für r=0)
Weitere Lektüre:
Kapitel 4.3 von [AHV]
Abschluss des Beweises von Theorem 3.20 (Transformation eines Algorithmus zur Auswertung Boolescher Anfragen des konjunktiven Kalküls zu einem Algorithmus zur Auswertung beliebiger Anfragen des konjunktiven Kalküls, so dass die Taktung zwischen der Ausgabe zweier Ergebnis-Tupel O(k^3 n) ist) — algorithmische Technik: flashlight search; Wiederholung von Grundbegriffen zur Komplexitätsklasse NP und dem Begriff der NP-Vollständigkeit; Nachweis der NP-Vollständigkeit des Auswertungsproblems (kombinierte Komplexität) für Boolesche regelbasierte konjunktive Anfragen (ein Satz von Chandra und Merlin); Folgerung aus der NP-Vollständigkeit
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 52-60
Weitere Lektüre:
Kapitel 4.3 von [AHV];
die Originalarbeit [CM] von Chandra
und Merlin finden Sie hier;
eine Einführung [G] in die Parametrisierte Komplexität für
Datenbanktheoretiker*innen ist
hier erhältlich.
Weiter mit Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute: Syntax und Semantik von SPC-Algebra und SPJR-Algebra; viele Beispiele; Normalformen
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 60-71 (bis inkl. Folie 98)
Weitere Lektüre:
Kapitel 4.4 und 4.5 von [AHV]
Weiter mit Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute: Nachweis der Äquivalenz der Ausdrucksstärke von SPC-Algebra und SPJR-Algebra; Satz über die Äquivalenz zwischen SPC-Algebra, SPJR-Algebra, Tableau-Anfragen, regelbasierten konjunktiven Anfragen und Anfragen des konjunktiven Kalküls; Vorbemerkungen zum Thema Optimierung; Definition des Erfüllbarkeitsproblems, des Äquivalenzproblems und des Query Containment Problems; Einführung der Begriffe "Substitution" "Homomorphismus" (für Tableau-Anfragen) inkl. Beispiel
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 71-77 (bis inkl. Folie 105)
Weitere Lektüre:
Kapitel 4.4, 4.5 und 6.2 von [AHV]
Weiter mit Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute: Wiederholung der Begriffe "Substitution", "Homomorphismus" und "Containment"; neue Begriffe: "kanonische Datenbank" und "kanonisches Tupel"; Formulierung und Beweis von Prop. 3.34 (in Vorbereitung auf den Homomorphismussatz) inkl. Beispiel; Formulierung und Beweis des Homomorphismussatzes
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 77-81 (bis inkl. Folie 108)
Weitere Lektüre:
Kapitel 6.2-6.4 von [AHV];
die Originalarbeit [CM] von Chandra
und Merlin finden Sie hier
Weiter mit Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute: NP-Vollständigkeit des Query Containment Problems für Tableau-Anfragen; Minimierung von Tableau-Anfragen
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 81-84 (bis inkl. Folie 109)
Weitere Lektüre:
Kapitel 6.2-6.4 von [AHV];
die Originalarbeit [CM] von Chandra
und Merlin finden Sie hier
Weiter mit Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute: Greedy-Algorithmus zur Minimierung von Tableau-Anfragen (inkl. Korrektheitsbeweis); ein Beispiel zur Verwendung des Algorithmus zur Tableau-Minimierung
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 84-89 (bis zum Ende von Kapitel 3.4)
Weitere Lektüre:
Kapitel 6.2 und 6.4 von [AHV]
Weiter mit Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute: azyklische konjunktive Anfragen, Join-Bäume, Semijoin-Anfragen, ein effizienter Algorithmus zur Auswertung von Semijoin-Anfragen
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 90-96 (bis zum Ende des Beweises von Proposition 3.43)
Weitere Lektüre:
Kapitel 6.2 und 6.4 von [AHV]
Weiter mit Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute: die Äquivalenz von Booleschen Semijoin-Anfragen und azyklischen regelbasierten Booleschen Anfragen (insbes: Details zur Umwandlung einer gegebenen azyklischen Booleschen regelbasierten Anfrage Q und eines Join-Baums T von Q in eine zu Q äquivalente Boolesche Semijoin-Anfrage); ein Algorithmus zum Test auf Azyklizität und zum Erzeugen von Join-Bäumen: Beschreibung des Algorithmus und Betrachten von Beispiel-Läufen des Algorithmus für verschiedene Eingaben
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 96-100 (bis inkl. Folie 121)
Weitere Lektüre:
Kapitel 6.2 und 6.4 von [AHV].
Weiter mit Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute: Algorithmus zum Test auf Azyklizität und zum Erzeugen von Join-Bäumen: Korrektheitsbeweis; der Satz von Yannakakis, der besagt, dass das Auswertungsproblem für azyklische konjunktive Anfragen (kombinierte Komplexität) in Polynomialzeit gelöst werden kann; das konjunktive Guarded Fragment GF(CQ) eingeführt, inkl. Beispiel, und einen Satz formuliert, der besagt, dass mit Sätzen von GF(CQ) genau dieselben Booleschen Anfragen beschrieben werden können wie mit Booleschen Semijoin-Anfragen bzw. mit azyklischen Booleschen regelbasierten Anfragen
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 100-104 (bis inkl. Folie 125)
Weitere Lektüre:
Kapitel 6.2 und 6.4 von [AHV].
Die Originalarbeit [Y] von Yannakakis.
Einen Überblick über
Verallgemeinerungen des Begriffs der azyklischen Anfragen gibt die
Arbeit [Sca] von Scarcello.
Abschluss von Kapitel 3: Konjunktive Anfragen - heute:
kurzer Überblick über die Multimengen-Semantik regelbasierter
konjunktiver Anfragen, inkl.
Überblick über Forschungsergebnisse und offene Forschungsfragen hinsichtlich der Multimengen-Semantik
Start mit Kapitel 4: Datalog - heute:
einführendes Beispiel; Syntax von Datalog; der "immediate
consequence-Operator" TP und der "Stufen-Operator" SP;
die Fixpunkt-Semantik von Datalog; Kleine Demo des Fixpunktprozesses; ein Algorithmus zum Auswerten von
Datalog-Anfragen (dessen Datenkomplexität in Polynomialzeit liegt);
Modellbasierte Semantik von Datalog und der Satz von Knaster und Tarski; Beweisbasierte Semantik von Datalog, Fakten und Beweisbäume;
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 105-130 (bis inkl. Folie 152)
Weitere Lektüre:
Demo: snippets of logic, Demonstration der Fixpunktberechnung
Weitere Lektüre:
Umfassende Informationen zum Thema Datalog finden sich in Teil D
von [AHV] und in dem Überblicksartikel
[Datalog] von Dantsin, Eiter,
Gottlob und Voronkov
Weiter mit Kapitel 4: Datalog - heute: Konstruktion eines Datalog-Programms PM,k, das bei Eingabe einer Datenbank Iw, die ein Wort w repräsentiert, die ersten |w|k-1 Schritte des Laufs der Turingmaschine M bei Eingabe w simuliert; Formulierung eines Satzes von Immerman und Vardi, der besagt, dass das Auswertungsproblem für Datalog-Anfragen bzgl. kombinierter Komplexität EXPTIME-vollständig und bzgl. Datenkomplexität PTIME-vollständig ist; das Erfüllbarkeitsproblem für Datalog-Anfragen;
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 133-139;
Weitere Lektüre:
Umfassende Informationen zum Thema Datalog finden sich in Teil D
von [AHV] und in dem Überblicksartikel
[Datalog] von Dantsin, Eiter,
Gottlob und Voronkov; in letzterem ist auch ein Beweis des Satzes von
Immerman und Vardi über die Komplexität des Auswertungsproblems für
Datalog-Anfragen zu finden. Grundlegende Informationen zu
logspace-Reduktionen und zur PTIME-Vollständigkeit finden sich z.B. in
Kapitel 8 "Reductions and Completeness" des Buchs [P].
Weiter mit Kapitel 4: Datalog - heute: Satz von Immerman und Vardi -- Beweis EXPTIME-Härte des AWP; Beweis der Unentscheidbarkeit des QCP für Datalog-Anfragen; Beschränktheit von Datalog-Programmen;
Material:
Folien 140-145,
Weitere Lektüre:
Umfassende Informationen zum Thema Datalog finden sich in Teil D
von [AHV] und in dem Überblicksartikel
[Datalog] von Dantsin, Eiter,
Gottlob und Voronkov
Abschluss von Kapitel 4: Datalog - heute:
nicht-rekursives Datalog (nr-Datalog), der Abhängigkeitsgraph eines
Datalog-Programms, Ausblick: Charakterisierung der Ausdrucksstärke von nr-Datalog
via SPCU-Algebra und positiv existentiellen Kalkül; Datalog mit Negation: semipositives Datalog mit Negation,
stratifiziertes Datalog mit Negation, nicht-rekursives Datalog mit Negation ;
Beginn mit Kapitel 5: Funktionale Abhängigkeiten - heute:
Einführung ins Thema; Grundbegriffe zum Thema "funktionale Abhängigkeiten" und FD-Mengen;
verlustfreie Joins (inkl. Beweis von Proposition 5.2);
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 145-165
Weitere Lektüre:
Kapitel 8.1, 8.2 und 8.4 von [AHV]
Rückblick Kapitel 4: Aktualisierung des Lemmas im Beweis Unentscheidbarkeit QCP von Datalog
Beginn mit Kapitel 5: Funktionale Abhängigkeiten - heute:
Der Abschnitt über "The Chase - die Verfolgungsjagd": ein
Beispiel zur Minimierung von
Tableau-Anfragen unter Berücksichtigung von funktionalen Abhängigkeiten;
Äquivalenz und Query Containment bzgl. einer FD-Menge F; die FD-Regel
Nachweis, dass das Anwenden der FD-Regel die Äquivalenz bzgl. einer FD-Menge F
erhält (Proposition 5.6); Verfolgungssequenzen und deren Eigenschaften;
ein Polynomialzeit-Algorithmus zur Berechnung von chase(T,t,F);
Algorithmen für Query Containment und Äquivalenz von konjunktiven Anfragen relativ zu einer FD-Menge,
Minimierung von konjunktiven Anfragen relativ zu einer FD-Menge;
Implikation von funktionalen Abhängigkeiten;
ein Polynomialzeit-Algorithmus zum Entscheiden, ob eine FD f aus einer FD-Menge F folgt (Satz 5.17)
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 167-177
Weitere Lektüre:
Kapitel 8.2 und 8.4 von [AHV]
Abschluss von Kapitel 5: Funktionale Abhängigkeiten - heute:
der Armstrong-Kalkül;
Nachweis der Vollständigkeit des Armstrong-Kalküls
Kapitel 6: Relationale Algebra - heute:
Syntax und Semantik der relationalen Algebra;
Beispiele für Anfragen der relationalen Algebra;
Vergleich der Ausdrucksstärke von SPC-Algebra, SPCU-Algebra und relationaler Algebra;
(Nicht-)Redundanz einzelner Operatoren der relationalen Algebra;
Theta-Joins und Semijoins;
Wiederholung einiger aus der Veranstaltung DBS I bekannter Aspekte zur Anfrageauswertung und heuristischen Optimierung
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 172- 191 (bis einschl. Folie 231)
Weitere Lektüre:
Abschluss von Kapitel 6: zur Anfrageauswertung und heuristischen Optimierung: Join-Reihenfolge und „Sideways-Information-Passing"
Start mit Kapitel 7: Relationenkalkül - heute:
Relationenkalkül mit natürlicher Semantik, Relationenkalkül mit Active
Domain Semantik und bereichsunabhängigen Relationenkalkül eingeführt und
an Beispielen illustriert;
Satz, dass die relationale Algebra, der Relationenkalkül mit Active
Domain Semantik und der bereichsunabhängige Relationenkalkül dieselbe
Ausdrucksstärke haben
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 191- 214
Weitere Lektüre:
Kapitel 5.4 von [AHV]
Den Satz von Trakhtenbrot zitiert und benutzt, um zu zeigen,
dass es keinen Algorithmus gibt, der bei Eingabe einer Anfrage
des Relationenkalküls entscheidet, ob die Anfrage bereichsunabhängig ist
den sicheren Relationenkalkül CALCsr eingeführt und an
Beispielen illustriert;
nachgewiesen, dass der sichere Relationenkalkül CALCsr
bereichsunabhängig ist und genau dieselbe Ausdrucksstärke wie die
relationale Algebra hat;
die Unentscheidbarkeit der statischen Analyse für relational vollständige
Anfragesprachen nachgewiesen;
Beweis des Satzes von Chandra und Merlin, der besagt, dass das
Auswertungsproblem für Boolesche Anfragen des Relationenkalküls
PSPACE-vollständig ist (bzgl. der kombinierten Komplexität)
Material:
Vorlesungsskript, Seiten 214-230
Weitere Lektüre:
Kapitel 5.4 und 6.3 von [AHV]