Thomas Ney
Student an der HU-Berlin
Deine Stimme gegen Zensur
Verfasst am 13. Mai 2009 um 08:26 Uhr | Kategorie: Studentenleben | Autor: Thomas | 1 KommentarSeit einigen Tagen gibt es auf dem Petitionsportal des Bundestages die Möglichkeit, seine Stimme gegen Internetzensur abzugeben.
Das notwendige Quorum von 50.000 Stimmen wurde bereits innerhalb der ersten vier Tage erreicht. Dennoch solltet Ihr - sofern Ihr es noch nicht getan habt - auch weiterhin die Petition unterzeichnen, um unserem Anliegen im Petitionsausschuss mehr Nachdruck zu verleihen.
Worum geht es dabei?
Am 22. April 2009 hat das Bundeskabinett ein Gesetzes zur Sperrung kinderpornographischer Internetseiten beschlossen.
Wenngleich ich die Bundesregierung im Kampf gegen den Missbrauch Minderjähriger absolut unterstütze, halte ich das geplante Instrument für wirkungslos und freiheitsgefährdend zugleich. Statt gegen die Produzenten kinderpornographischen Materials oder die Betreiber entsprechender Webseiten vorzugehen, wird aus wahlkampftaktischen Gründen die Einrichtung von Sperrlisten geplant. Dieses Mittel ist technisch wirkungslos, intransparent und beliebig ausweitbar. So sehr es geeignet sein mag, die Freiheit im Netz einzuschränken - Kinderpornographie bekämpft es nicht.
Energiewende oder Kostenexplosion?
Verfasst am 07. Januar 2009 um 19:07 Uhr | Kategorie: Studentenleben | Autor: Thomas | Keine KommentareGestern Abend erreichte mich folgende E-Mail, mit der Bitte, die erste gute Tat im neuen Jahr zu vollbringen:
Liebe Berliner Studierende!
Im Januar wird die neue Ausschreibung über Stromlieferverträge für alle öffentlichen Gebäude in Berlin für die nächsten Jahre erarbeitet — darin eingeschlossen ist auch Deine Hochschule, sofern Du an einer der 16 öffentlichen Berliner Unis oder FHs studierst.
Wir fordern die Senatsverwaltung für Finanzen, die über die Vergabekriterien entscheidet, in einem offenen Brief auf:
100% Erneuerbare Energien aus Neuanlagen - die Energiewende in Berlin umsetzen!
Damit soll Stromversorgern wie dem momentanen Lieferanten Vattenfall ein Riegel vorgeschoben werden. Der Raubbau an der Natur, wie ihn Vattenfall in der Lausitz zur Braunkohleförderung betreibt ist ebenso unakzeptabel wie eine zum Klimawandel beitragende oder mit Strahlungsrisiken verbundene Energieerzeugung.
Konkret fordern wir […], dass das Land einer Musterausschreibung des Umweltbundesamtes folgt, die eine Beschaffung von 100% Ökostrom vorsieht. Bremen hat dies bereits umgesetzt - Berlin muss folgen! Die Mehrkosten betragen nur etwa 1-2% im Jahr und ob diese getragen werden ist eine politische Entscheidung, die wir beeinflussen können.
Mit Deiner Unterstützung bekommt unser Anliegen mehr Gewicht. Deshalb bitten wir Dich, den Offenen Brief online unter studieren-ohne-kohle.de zu unterschreiben. Die Aktion läuft bis zum 12.Januar, danach wollen wir den Offenen Brief öffentlichkeitswirksam an den Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin übergeben.
Mit freundlichen Grüßen,
Suse (vom Umweltreferat der TU Berlin)
Auf den ersten Blick klang das zumindest sehr interessant. Allerdings hat mich die Angabe der Mehrkosten mit nur 1-2% etwas verunsichert.
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Semesterferien und doch nicht frei
Verfasst am 12. September 2007 um 18:11 Uhr | Kategorie: Studentenleben, Informatik | Autor: Thomas | Keine KommentareTja, so gehts einem als Bachelor-Student. Da hat man formell frei und sitzt doch Tag und Nacht an Arbeit. Hausarbeiten und Prüfungen stehen an - nachdem man sich bereits am Semesterende so manch harter Prüfung stellen musste.
So geschehen in Praktischer Informatik I+II. Dort wurde in drei Stunden der Stoff von zwei Semestern geprüft. Das allein wäre kein Grund zur Aufregung gewesen. Nur leider wurden auch Dinge geprüft, die in den Vorlesungen allenfalls am Rande eine Rolle spielten, oder Komplexitätsrechnungen verlangt, in denen BA-Studenten mangels Vorkenntnissen in Theoretischer Informatik I (die folgt laut Verlaufsplan erst in Semester 3) klar benachteiligt sind.
Nun will ich hier nicht wieder die Alte Leier vom benachteiligten Bachelor-Student runterspielen - schließlich habe ich, wie es aussieht knapp bestanden (auch wenn die offiziellen Ergebnisse nach knapp zwei Monaten noch immer ausstehen). Andere hatten weniger Glück. Und die triffts doppelt hart. Denn eine Nachprüfung gibts erst wieder am Ende des kommenden Semesters (dem maximalen Rahmen laut $14 Abs. 3 der Prüfungsordnung). Eine Frechheit, wenn man bedenkt welchen Umfang das Modul besitzt. Aber Besserung ist nicht in Sicht. Nach mehreren Beschwerde-eMails wurde ich immer wieder auf das Jahr 2010 verwiesen. Dort muss eh endgültig umgestellt und dann wird man meine Anmerkungen gern berücksichtigen. Da wollte ich zwar schon fertig sein - aber angesichts der Tatsache, das in Adlershof so gut wie niemand mehr in der Regelstudienzeit ist - ist das vielleicht sogar realistisch.
Nochmals beschweren werde ich mich jedenfalls nicht. Dafür ist mir die Zeit in Anbetracht der Hausarbeit einfach zu schade. Die ist zwar ähnlich schwer wie ne Info-Prüfung - dafür aber wenigstens fair.
Anbei ein Hinweis zur Seite:
Ich hab die Linkliste für Studenten wieder ein wenig erweitert. Da die Zahl der Links inzwischen etwas ausufert, werd ich mir künftig evtl. was anderes überlegen müssen. Auch die Tatsache, das die Links nicht beschrieben sind, stört mich etwas. Mal sehen was die Zukunft bringt.
Gedanken zum Bachelor-Studiengang Informatik
Verfasst am 16. Juni 2007 um 13:32 Uhr | Kategorie: Studentenleben, Informatik | Autor: Thomas | Keine KommentareDas aktuelle Semester neigt sich dem Ende und somit rückt auch die Prüfung in Praktischer Informatik näher. Da sich der Stoff der Prüfung über zwei Semester erstreckt und entsprechend umfangreich ist, haben zwei Kommilitonen und ich versucht, das weite Feld etwas einzugrenzen, und nach Probeklausuren oder ähnlichem gefragt. Zusätzlich waren wir etwas verunsichert, dass in unseren Übungen Fragen zum Thema Prädikatenlogik aufgetaucht waren – Stoff der erst im folgenden Semester im Modul Theoretische Informatik behandelt wird. Die Antworten des Professors auf unsere Fragen haben mich zu dieser kurzen Ausführung bewegt.
Durch zahlreiche Situationen sind wir bereits an die Geringschätzungen gewöhnt, die einem entgegen gebracht werden, wenn man darauf verweist, man sei Bachelor-Student. Das dies in spätestens in drei Jahren ausschließlich so sein wird, scheint noch nicht überall durchgedrungen zu sein. Zumindest zaubert der Begriff Bachelor regelmäßig ein abfälliges Lächeln auf die Lippen vieler Dozenten.
Auch was die Umsetzung des Bachelor betrifft, weißt das System noch Mängel auf, wie obiges Beispiel beweist. Entgegen des Studienverlaufsplanes wird Stoff vorausgesetzt, der erst in kommenden Semestern gelehrt wird. Auf Nachfrage beim Dozenten erfährt man dann nur, dies sei alles „trivial“ und „elementar“, das müsse man eben wissen. Auch in der Prüfung. Da kommt das dann vermutlich auch ran. Ist ja auch nicht weiter schlimm, irgendwo findet man sicher noch eine 200-Folien Präsentation von 2002, die einem das ganze dann via Selbststudium näher bringt. Da stehen selbst die Übungsleiter auf verlorenem Posten. So hat sich mein Übungsleiter ca. 20 min der knappen Zeit genommen – und wenigstens eine, für die Übung erforderliche Einführung gegeben. Auch bei der Korrektur habe ich etwas Nachsicht erfahren, mit dem Hinweis, ich solle es mir unbedingt bis zur Prüfung ansehen. Womit wir wieder beim Thema wären: Die Prüfung. Voraussichtlich wird diese auch nicht von der Person zusammengestellt, die uns den Stoff gelehrt hat. Egal, wie die Prüfung letztendlich gelaufen ist, werdet ihr hier nachlesen können, sobald ich sie geschrieben hab. An dieser Stelle soll erst einmal Schluß für heute sein – wenngleich das Thema Bachelorstudiengang Informatik noch hinreichend Diskussionsstoff bietet.
Das neue Semester beginnt…
Verfasst am 15. April 2007 um 11:28 Uhr | Kategorie: HU-Berlin, Studentenleben, Diese Seite | Autor: Thomas | Keine Kommentare…und ich hab noch nicht mal alle Prüfungen des Alten fertig. Am 20.04. entscheidet sich mein Schicksal in Analysis I. Und was soll ich sagen: Die Zeichen stehen schlecht. Der wirkliche Lernmarathon beginnt erst heute, da ich bis vor wenigen Tagen noch an Geschichte gesessen hab. Das hat sich aber gelohnt: In der mündlichen Prüfung hab ich eine 1,0 und auf meine Hausarbeit eine 2,0.
Updates zur Seite:
So, ich hab jetzt endlich den Stundenplan mal aktualisiert. Das Veranstaltungsverzeichnis folgt in den nächsten Tagen. Bei meiner Recherche auf den Uni-Seiten habe ich zudem viele interessante Infos entdeckt, die ab sofort unter Links verlinkt sind.
Ebenso gibts eine PDF-Fassung meiner Hausarbeit unter Projekte. Wen’s interessiert kann sie mal lesen - aber bitte Copyrights beachten.
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