|   Künstler-Bio |
Herbert Grönemeyer |
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"das Beste von Gestern bis Mensch" ===> Auftritt: 25.11.2002 MSH, Berlin |
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Bleibt alles anders - so hieß das letzte Album von ihm. Aber nun, 4 Jahre später, ist Herbert Grönemeyer mit seinem neuen (Über)Album auf Tour und bestritt im Rahmen dieser auch ein - natürlich ausverkauftes - Konzert in der Max Schmeling Halle. Und er zeigt wirklich, was der Stand der Dinge ist. Nicht nur war er selten so froh gelaunt, sondern hat auch das ganze Ambiente gestimmt. Denn was die Lichttechnik an diesem Abend alles aufbot war phänomenal und die legitime Begründung dafür, dass Grönemeyer-Konzerte auch im Sommer in einer Halle stattfinden sollten, um diesen Aufbau erneut zu ermöglichen. Das beste Lichtspiel, was ich bisher je bei einem Konzert gesehen habe und nicht leicht zu überbieten. Aber das war ja nur der optische Rahmen, denn da gab es ja noch den Mann, der schon bevor er die Bühne betrat mit "Herbi, Herbi" gefeiert wurde und für den es LaOla-Wellen gab.
20:17 Uhr war es dann 'endlich' (schönen Gruß an Flobi *g*) soweit und der Mann, die Legende, der Mensch betrat unter tosendem Jubel die U-förmige Bühne. Er verlor keine Zeit und warf auch keinen Blick zurück. Gleich einer der neuen Songs von Mensch [2002]. Auch danach betrat er Neuland was ebenso frenetisch bejubelt wurde. Er brachte schon erste Showeinlagen und war völlig der gelöste Entertainer, den ich so, in dieser Art und Weise, gar nicht erwartet hätte. Alsdann begrüßte er die Fans und wäre damit akustisch gar nicht durchgekommen, wenn er kein Mikro behabt hätte, so laut waren diese. Jetzt forderte er einen Uhrenvergleich und stellte fest, dass (es zwar nicht stimmte, aber - a.d.R.) viertel vor ist. Nach dem für mich ersten Highlight, nämlich dem hintersinnigen lache, wenn es nicht zum Weinen reicht, folgte sein erster Einsatz am Klavier. Er spielte auf zu ich dreh' mich um dich (bleibt alles anders [1998]), jedoch kam er mit den 8 Streichern aus dem Takt, so das er noch einmal startete. Dieser Fehler machte jedoch nichts, denn so kam man in die glückliche Lage, die erste Strophe 2x mitsingen zu dürfen, während er jetzt auch zusätzlich auf der Leinwand zu beobachten war. Ein wahrlich bewegender Augenblick, den er dann sogar noch überboten hat, als er gleich noch mit der Weg einen drauf setzte. Ohnehin einer der besten Songs des Albums, aber hier, vor dieser Kulisse, ein wahrlich ergreifender und berauschender, ja fast schon epochaler Augenblick der Menschengeschichte. (Zumindest für alle Anwesenden bzgl. der Mensch-Geschichte.) Somit konnte man nach dieser Darbietung gar nicht anders, als das zu tun, was auch bei "Wetten, dass ... ?!" geschah. Es gab minutenlange stehende Ovationen, wo nahezu alle von ihren Sitzen aufstanden. Es sah sogar so aus, als ob er von dieser ganzen Ehrerbietung und der fast schon an Glorifizierung grenzenden Personenverkultung überwältigt war und doch schon ganz schön zu schlucken hatte. Ob der Sympathie, der ihm entgegen gebracht wurde.