Anfang Oktober 2007 war ich auf der Suche nach einem Business Notebook, also mit Augenmerk auf mattem Display und solider Verarbeitung. Gedacht ist es für mein Studium, für das ich dringend ein NB benötigte. Bei der Suche in mehreren Onlineshops bin ich auf dieses Notebook aufmerksam geworden, da es die Vorteile der Business Notebooks hatte aber trotzdem sehr günstig war ohne ein klappriges Billignotebook zu sein und unangenehm aufzufallen durch einen Spiegel. Wenn ihr das mal gesehen habt bei Deckenlicht, dann wisst ihr was ich meine. In einer anderen Ausstattung kommt auch dieses Notebook in ganz andere Preisdimensionen. Ich entschied mich für einen Sempron, weil er 1. genug Leistung für den Alltag bringt und 2. Stromsparfunktionen hat, die bei den Celerons abgeschaltet sind. Als Schmankerl obendrauf musste ich nicht die Zwangslizenz von Microsoft mitkaufen, da ja Freedos dabei war.
Ausstattung
Zum Kaufzeitpunkt kostete Das
NB(6715s) mit Sempron 3600+, 2x512MB RAM, 80GB FP mit 5400rpm von
Toshiba, 15,4" mattem 1280x800 Display, 47whr Akku(mit Ubuntu
reichts ohne Optimierungen bei 50% Helligkeit fürs aktive surfen
übers wlan für 2:30), DVD DL Brenner, Bluetooth, abg(wobei
die Antenne nur bg kann) Broadcom Wlan 475 EUR ohne Versand bei
cyberport. Der verbaute Chipsatz ist ein AMD M690T mit einer ATI
SB600 Southbridge.
Vorweg
Vorteile
solide Verarbeitung
mattes Display
günstiger Preis
Nachteile
recht kurze Akkulaufzeit im Vergleich zu anderen Businessmodellen: Lösbar durch Kauf des größeren HP Akkus
Lüfter geht bei 40°C auf 40% der Maximalgeschwindigkeit: mit Angepasster DSDT kein Problem mehr
Größe durch das Breitbilddisplay mit 15,4": Ja, für manch einen ist das ein Vorteil, 14" reichen und sind deutlich mobiler
nur 2 USB Anschlüsse: unterwegs schließe ich nicht viel an und daheim habe ich einen USB Hub
kein DVI-Ausgang: zum Arbeiten reicht ja das große Display und für den Beamer ist VGA im Moment noch sehr Vorteilhaft,da ich sonst einen Adapter mitschleppen müsste
nur 1 Jahr Garantie
Lüfter zu laut
(es gibt eine Revision mit
defekten Mainboards deren Lüfter auch zu laut ist)
Wen
der Lüfter nicht stört, der tut gut daran nichts zu Ändern.
Die übrigen seien gewarnt das durch das Laden einer eigenen
DSDT(Differentiated
System Description Table) die Hardware beschädigt werden kann.
Bei mir hat es funktioniert und ich bin mir sicher, dass ich nichts
falsch gemacht habe, sowie das mein Gerät nicht zu warm wird.
Die geänderten Lüftereinstellungen stellen NICHT SICHER
das die GPU genügend gekühlt wird. WENN das NOTEBOOK also
FÜR 3D Anwendungen/3D Spiele genutzt wird kann die Grafikkarte
heiß werden ohne das der Lüfter genügend Kühlluft
zuführt. Konkret tritt dieser Fall ein, wenn die GPU voll
belastet wird die CPU nur minimal. Weil die Lüftersteuerung
sich nur an der CPU Temperatur orientiert, kann die GPU zu heiß
werden.
Es besteht die Möglichkeit das DSDT
umzuprogrammieren, so dass auch die GPU Temperatur zusätzlich
für die Lüftersteuerung benutzt wird. Dies ist aber
momentan nicht der Fall.
Dazu erläutere ich erstmal was ich
im Folgenden überhaupt Ändern werde.
Das Notebook hat 5
Kühlstufen die von der Temperatur im Notebook abhängen.
|
Temperatur in °C |
Kühlmethode |
|
>=90 |
Zusätzlich zum Lüfter passive Kühlung durch untertakten/abschalten der CPU |
|
>=75 |
Lüfter 100% |
|
>=65 |
Lüfter 80% |
|
>=55 |
Lüfter 60% wird bei mir auf 40% geändert |
|
>=40 |
Lüfter 40% wird bei mir auf 10% geändert |
Vorher war der Lüfter sehr oft an, kühlte das System mit
für mich merklicher Lautstärke etwas runter und ging dann
aus. Nach erfolgreichem Laden der eigenen DSDT ist der
Lüfter fast dauerhaft auf dem niedrigen 10% Niveau, was aber
nicht lauter als das Laufgeräusch der Festplatte ist und geht
bei starker Belastung wie dem Kopieren von großen Files an.
Nicht aber beim Surfen oder Texteschreiben. Danach ist er wieder
unhörbar. Wenn man natürlich das Ohr an den Lüfter
hält, hört man etwas. Hält man das Ohr über die
Tastatur, kann man den Lüfter nicht von dem Laufgeräusch
(nicht Schreibgeräusch) der Festplatte unterscheiden.
Die CPU
kann nach Amd
nur OPN SMS3600HAX3CM(90nm)
oder SMS3600HAX3DN(65nm)
haben. Nach cpu-world haben
beide Varianten eine maximale Betriebstemperatur von 95°C. Im
Schlimmsten Fall wird mein Gerät im Alltag max 64°C(danach
greift die Standardkühlung) warm und das auch nur bei Belastung.
Das sollte für den Sempron kein Problem darstellen, da ja eher
max 54°C(unterste Lüfterstufe) die Regel ist. Letztendlich
pendelt sich bei mir die CPU Temperatur immer so bei 45-47°C
ein.
Die DSDT kann bei jeder Bios Version(ich verwende F.07)
anders aussehen und muss nicht bei jedem Laptop der gleichen Baureihe
gleich sein.
Wie wirds gemacht ? Inspiration waren :(1,2,3,4)
Schwellentemperaturen für Lüftersteuerung ändern (ASL Code):
|
Originales DSDT |
Geändertes DSDT |
|
PowerResource (C395, 0x00, 0x0000) |
PowerResource (C395, 0x00, 0x0000) |
Für das Bsp. ist 0x3C Hexadezimal 3C und Dezimal 48+12=60. Die 60 bedeuten hier das der Lüfter auf 60% der Maximalleistung laufen soll.
Zu guter Letzt muss zum Funktionieren
noch ein return() im Code eingefügt werden:
Method (C15F, 2,
Serialized) {
[...]
return()
}
Wer Ambitionen hat weitere Änderungen am DSDT vorzunehmen sollte sich mal den Thread im Notebook Hardware Control Forum zu Gemüte führen.
Linux
1. Laden der ursprünglichen DSDT aus dem Gerät: cat
/proc/acpi/dsdt > dsdt.orig
2. Disassemblen der DSDT: iasl
-d dsdt.orig > dsdt.asl mit dem IASL
Compiler
3. Gewünschte Änderungen
in die dsdt.asl einbringen und Fehler korrigieren
4. Neu
kompilieren: iasl -sa dsdt.asl (Die 4 bereits im
Original enthaltenen Warnungen habe ich fürs Erste ignoriert)
5.
Ins initramfs-tools Verzeichnis kopieren:
sudo cp dsdt.aml /etc/initramfs-tools/DSDT.aml
6.
Und intramfs updaten: sudo update-initramfs -u
7.
Reboot
Windows
Basierend auf einer Anleitung von Patrik Senn aus der Schweiz für Vista. Für XP sind die Schritte analog dazu.
1) Microsoft
ASL Compiler installieren
2) Eingabeaufforderung als
Administrator starten („cmd“ suchen und per Rechtsklick
als Administrator starten)
3) ins Verzeichnis des in Schritt 1
installierten ASL Compilers wechseln
4) DSDT disassemblieren: asl
/tab=DSDT
5) Code in DSDT.asl editieren, gemäss Anleitung
6)
Compilieren: asl DSDT.ASL (Warnungen ignorieren)
7) DSDT
laden: asl /loadtable DSDT.AML
8) neu starten
Entfernt werden kann die DSDT wieder mit: asl.exe /loadtable -d DSDT.aml . Deshalb sollte die Datei auch aufgehoben werden.
Nachwort
Ich bin nicht mehr im Besitz des Notebooks und kann deshalb keine Informationen aktualisieren. Aus demselben Grund kann ich auch keine Hinweise für ein Funktionieren des Notebooks mit einem aktuellem Linux geben. Für den Fall, dass alte Probleme in aktuellen Distributionen noch existieren halte ich die Originalversion der Seite vor.