Humboldt-Universität zu Berlin - Institut für Informatik




Innovationsforum 2002 - Bericht



KarstadtQuelle



KartadtQuelle besteht aus 180 Gesellschafen, die mit eigenen Marken auf dem Markt auftreten. Die Multi-Channel-Strategie beinhaltet solche Bereiche, wie Vesandhandel, Fernsehen, Mobilfunk, Stationaerer Handel, E-Commerce, Dienstleisungen und vieles mehr. Eigene KarstadtQuelle-Analyse zeigt, dass 75% von Internet-Nutzer (sprich Kunden) sehen Waren im Internet auf dem Homepage des Konzerns und dann kaufen sie "offline"(im Handel). Trotzdem, KarstadtQulle besitzt mehr als 60 E-Shops mit unterschiedlichen Marken, es gibt immerhin 6 Mio. Visits online, die beispielsweise im Mai 2002 120 Mio Euro schafften. Inzwischen besitzt KarstadtQuelle 3.Platz angesichts der Zahl von Internetvisits. Inzwischen registriert Konzern steigendes Wachstum in Bruttonachfrage (800 Mio Euro im Jahr 2001, 1200 Mio -2002, 1500 Mio - 2003). KarstadtQuelle besitzt Datenbanken mit 64 Mio Adressen von "potenziellen" Kunden, davon 19 Mio - aktive Kunden (die in letzten 12 Monaten mindestens einmal beim Konzern kauften). Diese Datenbanken "helfen", dem Kunden interresante angebote anzubieten,letztendlich zum Kauf motivieren. Zur Zeit bestehende Call-Center nehmen meisten Anrufe entgegen, die nicht direkt mit Kaufwunsch verbunden sind, sondern ueber Lieferzeiten, persoehnliche Fragen, sogar Kaufberatung. Demzufolge wandlelt Call-Center in Marketing-Center um, einen der wichtigsten Teilen Konzerns.

Statistik zeigt, dass im Warenhandel Sportartikel mit 12% Retour-Anteil am meisten zurueckgeschickt sind (u.a.: Multimedia -8%, Buecher - 3%). Es waere also besser, wenn der Kunde motiviert werde, beim Kauf von Sportartikel in einem Warenhaus persoehnlich zu erescheinen. Klubkarte, Rabatte, Gutscheine oder andere Mitteln sollen diesen Wunsch unterstuetzen.

Inerhalb Multi-Channel-Strategie (da 180 Gesellschaften diesem Konzern gehoeren) betrachten wir Internet-Kaeufe. Ziel sei, moeglichst viel Information ueber Kunden und ueber maximal vielen Kunden zu sammeln, zu bewerten und dann dem Kunden "helfen", ein fuer ihn interressantes Angebot zu finden. Einfuerung und Verbreitung von KarstadtQuelle-Kundenkarten (dazu gehohrt auch eigene Kreditkarte) soll helfen, Information ueber Kunden zu sammeln und seine Interessen auszuspioniern. Internetauftritt ist sowohl fuer unmitellbare Kaefe als auch fuer Stimulation des Kunen zum spaeteren Kauf im Warenhaus zustaendig. Auch fuer Kreditdienstleistungen gibt es viel Aufmerksamkeit beim Konzern. "Kreditkauf gehoert einfach dazu".

Es geht um Informationsgewinn von Kudendaten, muss man mehr Werbung fuer eigene Produkte taetigen (z.B. ich habe bislang nicht gewusst, dass bei KarstadtQuelle kostenlose Kreditkarte gibt); also was machen wir mt diesen Daten? Einer der moeglichkeiten, man kann diese Daten an Dritte zu verkaufen. Oder man gehe damit so um, dass es glasklar wird, was fuer die Wuensche der Kaeufer hat. Bessere Gestaltutng von Internetauftritt (unter anderem bessere 3D-Animation) fuer Beduerfnisse und technische Voraussetzungen schnell wachsender Gruppe mit DSL-Anschluss. Im Bereich von Kreditkauf war die Idee erwaehnt, Reisen zum Kreditkauf anzubieten. Und flexiblen Kreditraten in Abhaengigkeit vom Kunden wuerden auch Bruttoumsateze steigern.

Als Weiterentwicklung kommt in Frage interaktives digitales Fernsehen - mit unendlichen Moeglichkeiten. KarstadtQuelle kann sich leisten, eigene Fernsehesendung zu schaffen, wo eigene Produkte dargestellt werden, welche durch eigene Logistik zugestellt werden. In den naechsten Jahren wird online-Kauf immer beliebter, deswegen sollten potenzielle Kunden schon jetzt Warenmarke KarstadtQuelle vertrauen, um seine Geschaefte ins Internet zu bringen.

Der Vortrag scheint gut vorbereitet zu sein, aber es wurde mehr allgemeineres erzaehlt als spezielles; auf jeden Fall war es interressant. Der Lebenslauf, welchen der Referent kurz erlaeutet hat, hatte auch guten Eindruck auf mich gemacht. Die Namen von Firmen sprechen fuer sich und fuer mich ist es kaum zu glauben, dass so was man schaffen kann.

Was interaktives digitales Fernsehen angeht, bin ich ueberzeugt, dass das eine tolle Idee ist und bin jetzt gespannt, solche Technologien zu Hause zu nutzen. Und nicht nur ich alleine, was fuer Unternehmen spricht.

Aus 180 Unternehmen eine zu machen ist genial, denn je einfacher, desto besser.


Oleg Gujo - Berlin, 22 Juli 2002