sg Innovationsforum 2002
Mathias Anders
notleuchten@planet-interkom.de
das Formular mit allen Fragen und Firmen
und ein Bericht über den Vortrag von DaimlerChrysler
1.
Welche fundamentalen Konzepte und Ideen der
Informationstechnik werden in dem Projekt/Produkt vorgestellt?
2.
Wie kann das Projekt/Produkt weiterentwickelt werden?
Welche neuen Anwendungen der eingeführten Technologien/
Techniken würden Sie vorschlagen?
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Jamba!
1. Internet per Handy, ok, nichts fundamentales, aber hier lehnt
man sich an das i-mode-Handy an, das schon einiges Neues beinhaltet
gegenüber dem WAP, das ja "nur" das surfen beinhaltet. Etwas neu ist
vielleicht, dass man dem Handy einen Java-Interpreter-Chip einbaut
und sich zahllose Programme (so richtige Applikationen) aufs Handy
runterläd.
2. Verbessern? Meiner Meinung nach fehlt der "Handy-Technologie" sowas
wie Internationalismus. Es ist zwar möglich, aber nicht so einfach,
auf jeden Fall aber kostenintensiv, das eigene Handy im Ausland zu
verwenden. Ich muss aber auch zugeben, dass ich weniger ein Freund
davon bin, aus Handys PCs zu machen, ein Telefon hab ich schon und
wenn ich unterwegs spielen will, einen GameBoy hab ich auch, und es
ist tatsächlich immernoch billiger, sich die Spiele zu kaufen *grins*.
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bone labs
1. Das fundamentale Konzept ist, wie der Titel schon sagt, "Umdenken bei
der Sicherheit..", immerhin werden hier spezielle Rechner verwendet,
die die Sicherheit eines Netzwerks verwalten und nicht nur Software
auf den Rechnern installiert, die man eigentlich schützen will.
2. Hier scheint mir kaum etwas verbesserungswürdig zu sein, alles wirkte
sehr durchdacht und ausgearbeitet.
Vielleicht ist das Konzept aber etwas zu kompliziert für viele Kunden,
schließlich meinte der Referent, die Wartung und der Betrieb seines
Systems sei recht aufwendig - nur hab ich keine Idee, was man da
machen kann. Bei diesem Thema muss man sich schon "richtig reinknien"
um überhaupt eine Aussage zu tätigen.
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PLEX
1. Die Idee hierbei ist Nutzen von subjektiven Qualitätseindrücken, die
Marken (Nike, Amazon, Nivea..) bei ihren Kunden hervorrufen. Was PLEX
nun bewerkstelligt, kam nicht so genau heraus, aber so, wie ich's
verstanden hab, scheint PLEX Webseiten von Marken zu analysieren und
diesen Firmen dann mitzuteilen, ob das "ankommt", was sie im Internet
präsentieren, oder, falls keine Präsentation existiert, beratschlägt
sie, wie man am besten das Image "imagegerecht" im Internet zeigt.
Vorausgesetzt ist natürlich, man hat ein Image...
2. Sie sollten sich nicht aufs Internet beschränken, sondern sich auch
als Werbefachleute oder als Meinungsforschungsinstitut verstehen.
eBusiness wird übrigens nicht nur hier gern mit <Internet> übersetzt.
Sollten nämlich mal alle Marken ihre eigenen PR-Leute, die das, was
PLEX macht, auch können...
Nun, den Untergang wünsche ich ihnen nicht.
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PSIPENTA Software Systems
1. Es gibt schon viele Sachen, die erklärungsbedürftig sind. Das
fundamentale Konzept ist hier, sich mit komplizierter Hardware
oder Software auseinanderzusetzen und die ideale Erklärungsmöglichkeit
zu finden, so dass >>alle<< auch verstehen, worum es geht.
2. Klingt vielleicht weniger nach Antwort auf die Frage, aber diese Firma
hier ist das "Verbessern" ansich, denn oft wird die komplizierte
Benutzbarkeit einer Sache an derselben kritisiert.
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DaimlerChrysler
Weiter unten steht der Bericht, daher habe ich hier nichts weiter
geschrieben.
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RS Components
1. Die Idee hier ist das Liefern von Einzelteilen - und sei es nur ein
100-Ohm-Widerstand. Diese Firma beweist seit 1937 ("Radiospares Ltd.",
England), dass das geht.
2. Wenn man als Firma mitmachen möchte, so gibt man teilweise wirklich
extrem vertrauliche Firmeninterna raus, die auf einem "RS-Server"
gespeichert sind. RS hat Glück, dass es schon so extrem lange existiert,
somit gibt es genügend Firmen, die dem System tatsächlich vertrauen...
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Siemens Mobile Acceleration
1. Siemens kann nicht alles selbst entwickeln, daher kamen sie auch auf die
gute Idee eine Art strategischer Wagniskapitalist zu sein. Wenn jemand
einen
StartUp mit guter Idee starten will, dann kann er sich damit bei SMAC
melden
und die prüfen, so gut sie denn können, ob sich das StartUp lohnt und
finanzieren es dann - aber nicht nur das, SMAC "kauft" sich auch bei der
"erfundenen" Technologie ein.
2. Nun, so bewandert bin ich da nicht, aber vielleicht könnte SMAC
präzisieren,
was sie benötigen, allerdings wär das egal, sollte sich ein StartUP, das
SMAC selbst nicht braucht, rentieren, da dann immernoch Kapital fließt.
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SPSS BI
1. Das Sensationelle hier, ist mit der Statistik so umzugehen, dass man
nicht
das Ziel vor Augen haben muss, da man unter Umständen gar nicht weiß,
worauf
man achten soll. Gedacht ist das System für wirklich große und sehr
komplexe
Projekte, auf die man nicht einfach "mal so" Statistik-Modelle loslässt,
da
man mit denen eher eine bestimmte Aussage oder Vermutung beweist. Häufig
hat
man aber weder eine Aussage noch eine Vermutung.
Das Thema dieser Projekte ist schönerweise völlig egal.
Persönlich hat mir hier sehr das GUI von Clementine, deren Implementation
von Data-Mining gefallen, da es sehr intuitiv ist und somit sehr viel
"Eingabe-Arbeit" spart und allein die Eingabe schon präsentationsfähig
ist,
denn Data-Mining ist auch so schon extrem aufwendig.
2. Naja, für den Einzelkunden ist das alles eher nicht gedacht (80
KiloEuro...)
Aber selbst für diejenigen, für die das gedacht ist, ist alles noch recht
kompliziert, trotz der schönen bunten Pfeilen des GUI. Man muss den
Nutzern
nicht nur all die Programme und deren Bedienung erklären, sondern auch,
wie
man sie verwendet: Die eigentlich schwierige Aufgabe ist die Vor- und
Aufbereitung der Daten, die man be- und verarbeiten will.
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amazon.de
1. Hier wird eine recht alte Tradition, wie sie in der Städtehanse
existierte,
ins Internet verschifft: Das Handeln mithilfe eines Kontors. Dabei möchte
Amazon das Handelskontor sein.
Das ist vielleicht salopp gesagt, aber prinzipiell ist dem so. Eine
wirkliche Innovation gibt es sogar auch: Und zwar probiert sich Amazon an
Assoziationen beim Einkaufen. "Na wenn den Kunden DAS interessiert, dann
vielleicht auch JENES." Hierbei soll aber nicht nur trivial folgerbares
angeboten werden, sondern auch "kategorieübergreifendes". Damit meine ich
"Wenn der Kunde Dieses Buch liest, dann wird er Diese CD kaufen und
bestimmt
auch genau Dieses Computerspiel."
2. Das alles ist bisher noch nicht so verwirklicht. Amazon assoziert schon,
aber es
werden "Zusammen-Angebote" so geschrieben, dass man glaubt, es sei
billiger,
aber Amazon hat nur addiert. Sollte sich da ein Preisvorteil ergeben, wär
das ein beachtlicher Fortschritt. Eine zweite Sache ist zB. das Amazon
teilweise
den Kunden überfordert, da es möglich ist, alles individuell einzustellen
aber
Amazon weist an zu vielen Stellen darauf hin, so dass viele durcheinander
kommen.
Aber der "Vertreter" wies auch darauf hin, das sich alles im
Experimentierzustand
befindet.
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Karstadt Quelle New Media - Hab ich nicht besucht
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Nun der Bericht
DaimlerCrysler
Frau Ute Gallmeister und Herr Christian Debus hielten einen Vortrag über
DaimlerCrysler (DC) und eBusiness an. Diese Firma bietet, wie wir alle
wissen, Automobile an sowie Dienstleistungen und Transport. DC verwendet
etwa 6 Mrd Euro für die Abteilung Forschung und Entwicklung. Diese Abteilung
besteht aus 3 Teilen: Fahrzeugforschung, Elektronikforschung und
Informations- und Kommunikationsforschung. Aus der letzten kommen die beiden
Referenten.
Diese Abteilung hat 10 Planstellen und 25 Mitarbeiter diese setzen sich
zusammen aus Informatikern, Psychologen, Soziologen,
Wirtschaftswissenschaftlern und Designern.
Ihnen geht es um eine funktionierende Verbindung zwischen Produkt (Auto),
Unternehmen und Kunde. Als Medium zu Beziehungen zum Kunden haben sie sich
für den Computer und das Internet entschieden. Im Vordergrund steht dabei
die Personalisierung. Was heißt das? Man möchte den Kunden möglichst
individuell bedienen. Dabei entwickeln sie die "Prozessinnovation: Kunde -
Unternehmen", eine gute Idee, die zwei Disziplinen miteinander verbindet:
Soziologie und Technik werden zu einem soziotechnischen Forschungsansatz.
Programme und deren sozionische Algorithmen übernehmen hierbei das Customer
Relationship Management (CRM). Trotzdem soll der Kunde das Gefühl bekommen
fast so zu interagieren wie mit richtigen Menschen. Doch all das steckt noch
tief in den Kinderschuhen; sie suchen das Know-How über "Fach", "Produkte"
und "Prozesse". Dafür entwickelte die Abteilung zwei Methoden: Die
sogenannte Immediation und die sogenannte Hedonomie.
Zuerst zur Immediation. Dieses Wort setzt sich zusammen aus immediately
(unmittelbar) und mediation (Verbindung). Gemeint ist damit die Verbindung
zwischen dem Kundenverhalten und der Unternehmensentwicklung. Der Kontakt
zum Kunden soll nach Möglichkeit aufrechterhalten werden auch wenn der Kunde
gerade kein Auto kaufen möchte, bzw. der Plan eines potentiellen Autokaufs
besteht. DC erhofft sich einfach die Versicherung, der Kunde wird sich bei
ihnen das neue Auto kaufen.
Nun zur Hedonomie. Dieses Kunstwort setzt sich zusammen aus Hedonismus und
Ergonomie. Unter Hedonismus versteht man eigentlich, dass die geistige Lust
das zu erstrebende Ziel im Leben sein soll (hedone ist griechisch=Lust).
Hier verstehen aber die Referenten unter diesem Begriff ein funktionales und
ingenieurwissenschaftliches Design. Unter Ergonomie verstehen sie
Kundenfreundlichkeit, zusammengesetzt aus angenehmer Bedienbarkeit,
arbeitswissenschaftlich nachgewiesen. Die Argumentation hakte zwar
teilweise, aber intuitiv konnte man verstehen, was gemeint war.
Soviel zu deren Theorie. Die Abteilung hat aber auch etwas implementiert:
die Customer User Homepage (CUH). Sie soll sich ganz unterschiedlichen
"Kundentypen" anpassen. Der Kunde soll also, wie gesagt, sich "wie daheim"
fühlen. Eine personalisierte Darstellung der Daten werden angestrebt, so die
Referenten. Der Kunde soll sich dem Konzern so präsentieren können, wie er
gerade möchte. Der Kunde kann auf der CUH sein eigenes Inhaltsmenü erstellen
lassen. Dabei kann er sowohl auf den Inhalt der CUH als auch auf ihr Layout
Einfluss nehmen. Die Interaktion steht auch hier im Vordergrund. Als
sozionische Komponenten existiert folgende Sensorik: am Verhalten des Kunden
im Internet versucht das Unternehmen, Daten und Interessen des Kunden
herauszubekommen und zur Vermarktung ihrer Produkte zu nutzen. Der Kunde
soll dabei immer vollständige Kontrolle über die Weitergabe und die
Herausgabe persönlicher Daten haben und soll in der Lage sein seine Daten
jederzeit zurückzuziehen.
Nun mal zu meiner Meinung dazu: Man kann sich hier bei einer Domäne anmelden
und mittels wirklich intelligenter und intuitiv bedienbarer Datenbanken ein
Auto aussuchen und dann leasen. Alles soll persönlich (individuell)
gestaltet werden:
der eigene Account, das (fast) vollständige Layout und der Inhalt der Seite
sei tatsächlich von dem Account-Nutzer höchstpersönlich <angepasst>...
Man wird allerdings zu einem Autohändler weitergeleitet, der dann weiteres
ausmacht.
Der Autohändler, der ist der erste richtige Mensch in diesem "System", wird
bis dahin nichts weiter über einen wissen, also steht man wieder ein
bisschen am Anfang der Sache. Aber ich denke, daran wird dort noch gut
geforscht.
Nochetwas. Es kam während des Vortrags mal die Diskussion, jemand möchte ein
"S-Klasse-Fahrer" sein, ist aber keiner, nun, bekommt er dann mal die
Möglichkeit billiger ein S-Klasse-Auto zu fahren und sei es nur für "kurz"?
Die Antwort war leider nein.. Naja, die "Seite" verspricht extrem viel aber
sie existiert ja noch nicht mal. Schade.
Aber auch hier denke ich, dass sich da viel tun wird. Meine
Fünf-Jahres-Prognose sieht also folgendermaßen aus: Sie werden die CUH
fertigprogrammieren und noch innerhalb eines Jahres online bringen. Wenn
alles gut "ankommt" und sie den Kunden nicht "überfordern" mit Funktionen
und "tollen" Angeboten, was leider sehr viele Internethändler machen, dann
denke ich, dass auch der "S-Klasse-Fahrer" mal zu seinem Glück kommt.
Spricht sich das erstmal rum, nun DC ist ein gigantischer Konzern, werden
ziemlich viele diese CUH besuchen.