Photos ausdrucken Aktuell Seminare Reports Homepage Software
printer / text mode version
university-logo
draheim
@informatik.hu-berlin.de

Homepage (en)
- vita/* Verzeichnis
 : (L) (R) (M) (T) (S) (P)
 :Uni Kurse liste
- Fachkenntnisse
- Photo Gallery
 : i g c l j
 
Artikel / Tips (de)
-Übersicht GiroKonten
-Photos ausdrucken
-Sacco nach Masz
-Burg Draheim
-... und ein paar links
 
Articles (en)
 blogging fashion
 Intels AMD64 type
 ExSampled Out
 
Lustiges
- zitate / definitionen
- NO Pascal Here
- a REAL desktop
.
.


sitemap


-guidod-pygtk
sitemap             *offsite link

2005-01-19
(C) Guido Draheim
guidod@gmx.de

 
generated by mksite.sh

Photos ausdrucken von Digitalkamera

Da habe ich also eine tolle Digitalkamera (Minolta DimageX - so flach, dass man sie in die Hosentasche stecken kann, um bei Parties Schnappschüsse zu machen). Das ist doch schön, denn da kann man endlich mal ordentliche Passphotos machen. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass das weder mit Automaten noch mit Fotografen gut wird, auch letztere drücken nur auf den Auslöser und interessieren sich nicht den Furz, ob man ordentlich aussieht. Dann doch lieber zu Hause ein Laken aufgespannt, und ein bischen posieren. Fragt sich bloss, wie man die dann entstehenden tollen Photos auf Papier bekommt.

Zuerst mal ist klar, dass mit Photodruck hier nicht einer dieser Tintenstrahldrucker gemeint sein kann, die häfig unter der Bezeichnung "Photodrucker" firmieren. Deren Auflösung ist gar nicht voll nutzbar, da sie die Tintenpunkte immer nur ganz oder gar nicht setzen können - Zwischentöne müssen gerastert werden, für vier Farbstufen halbe Auflösung, für sechzehn dann geviertelte Auflösung usw. Der Name Photodrucker stammt daher, dass sie sich nicht mit drei/vier Tinten begnügen sondern meist sieben Tinten nutzen. Mit drei Tinten kann man nämlich nicht alle Farben im Farbkreis darstellen, so dass die einfachen Farbdrucker ein Echtbild immer verfälscht ausgeben - bei den Tintenstrahl-Photodruckern stimmt dann wenigstens die Brillianz der Farben schon halbwegs, aber man muss schon etwas Abstand halten, damit man nicht die Tintenpunkte auf dem Papier sieht.

Statt "Photodruck" müsste man ja eigentlich von "Belichten" eines Digitalphotos sprechen, allerdings versteht das Wort heute kaum jemand. Die industriellen Photobelichter können für jeden Punkt auf dem Bild einen beliebigen Zwischenwert setzen, und zwar für die Grundfarben direkt übereinandergelegt. Da braucht nichts gerastert zu werden - deshalb ist die üblich angegebene scheinbar geringe Druckdichte auch ausreichend. Man spricht hier auch nicht von "dpi"= "Punkten pro Zoll", sondern von "lpi"= "Zeilen pro Zoll". Dabei gilt 150 lpi als normal, und 300 lpi als hochauflösend. Und selbst wenn man nur eine Zwei-Megapixel Kamera hat, so reicht dessen Auflösung für einen Photodruck auf 9x13cm schon völlig aus.

Dies waren denn auch meine Vorgaben: ich habe digitale Photos, und will sie auf 9x13cm Papier belichten lassen. Auch ein Upload per Internet ist möglich. Ich wusste schon im vorhinein, dass Rossmann recht billig ist, und für meine geringe Zahl an Bildern, die es zu belichten gilt, es sich wahrscheinlich nicht lohnt, diese per Internet hochzuladen und per Post zusenden zu lassen - die Grundpauschale für Verpackung und Porto frisst eine eventuelle Ersparnis per Bild schnell wieder auf.

Ein Vergleich über mehrere Internetangebote hinweg zeigte nun aber, dass Rossmann locker konkurrieren kann - sie verlangen pro Bild 9x13 jeweils 0,13eur bei einer Grundpauschale von 0,65eur. Typisch sind durchaus Preise von 0,17eur bei 1,60eur bis rauf zu 0,30 bei 3,30. Ehrlich gesagt, habe ich keinen Anbieter gefunden, der unter 0,13eur je Bild verlangen würde, und bei Nullpauschale sind die Preise je Bild eben höher. Dass Rossmann bei der Pauschale so niedrig bleibt, hängt natürlich daran, dass man die fertigen Photos in einer nahegelegenen Filiale selber abholt (sonst muss man einen Portoaufpreis zahlen). Aber ich bin bei meinem Rossmann vor Ort eh recht regelmässig, also was soll's.

Da gibt es aber Wermutstropfen zu berichten - ich habe also die Photos an einem Montag abends per Internet hochgeladen, und mir wurde beschieden, dass sie dann am Samstag in der Filiale bereitliegen. Das sind mal locker mal vier Tage, mindestens. Eine Freundin wollte das auch machen, aber nicht per Internet - sondern am Terminal, das in den Rossmann Filialen steht. Dafür muss man jedoch vorher eine sogenannte Fuji-Card holen, und was in der Werbung nicht steht, die kostet Zwei Euro. Sie hat dann beim Plus-Markt belichten lassen, die haben auch 0,13eur pro Bild bei einer Pauschale von 1,30eur. Ach, und Drospa bietet das gleiche - es geht also auch ohne.

Jetzt stand für mich noch die Frage, wie komme ich denn möglichst vor dem Samstag an Photos, man will ja nicht so lange warten. Das erbrachte leider eine gewisse Odyssee - zuerst mal findet man mit photo-druck.de in Berlin-Mitte einen Internet-Anbieter, der für 0,17eur bei 2,29eur einen Expressdienst anbietet - was bis 17:00 hochgeladen wird, wird gleich belichtet und verschickt, und die Bezahlung kann sogar per Rechnung erfolgen. Nun gut, andere Express-Anbieter sind teurer, ist also schonmal eine gute Möglichkeit.

Aber erstmal schauen, ich wusste von der Photografin am Ort, dass sie eine ziemlich grosse Belichtermaschine hinten im Laden hat, und im Schaufenster steht auch Abzug von digital, ebenso wie ein Expressdienst der Art, dass alles was bis 10:00 gebracht wird, bis 17:00 belichtet ist. Bei Nachfrage im Laden stellt sich jedoch heraus, dass dieses nicht gleichzeitig gemeint ist - digitale Photos werden eingeschickt, das Ergebnis bekommt man fünf Tage später. Die riesige Maschine ist wohl steinalt, und nur für Nassphotografie tauglich.

Aber sie gab mir einen Tip: nämlich zur örtlichen Filiale von fotopoint.de zu gehen (auch ich hab das im Gehirn zuerst mit fotofix verwechselt, ist aber eine völlig andere Kette). Diese Filiale sitzt bei mir im Kaufland Adlershofer Tor, sehr schön, und ein Schild über dem Verkaufstresen kündet von "Photos, digital, sofort, 0.29eur". Toll, so komme ich wohl an meinen ersten Vierersatz Passphotos - ich hatte ja das selbstgemachte Digitalphoto 4x4 gekachelt (gimp), denn ein Passphoto muss eine Grösse von 4,5x5,5cm haben - und 4x5cm ist die Hälfte von 9cm, sodass niemand was einstellen muss, einfach Ausdrucken, und es hat die richtige Grösse, mit ein bischen Rand (weil 5,5cm verdoppelt ist halt nur 11cm und nicht 13cm).

Ein Wermutstropfen aber auch hier - ihre Maschine war kaputt. Also nix Photo sofort. Egal, das nächste Kaufland mit dem dem nächsten Fotopoint ist in Köpenick. Nächstes Problem, es wird von CD und allen Smartcards der Digicams gelesen, aber ausgerechnet USB-Stick und Floppy Disk werden nicht genommen. Also zurück und auf die SD-Card kopieren. Endlich, es druckt, und zwar das Hochkantbild (Passbilder sind ja höher als breit) auf Querpapier - mal eben die gedachten 11cm Höhe runterskaliert auf 9cm Breite des Papiers. Auf Nachfrage: nein, vor Ort drehen ist nicht möglich, die Maschine druckt so, wie sie es von der SD-Card liest, und da das Digibild ja normalerweise breiter als höher ist...

Also erneut zurück an den Computer, wieder die Bildbearbeitung angeworfen, einmal drehen, wieder abspeichern, und ab nach Köpenick. Endlich, es funktioniert, und es ist alles wie erwartet - man kann das Viererbild nun auseinanderschneiden, und hat dann genau die benötigten 4x5 mal 5,5cm je Passphoto. Und zwar zwar sofort - und 0,29eur je Bild bei Nullpauschale (sie hat sogar weniger berechnet, ob versehentlich weiss ich nicht, aber da der Erstdruck nicht so erhebend war, war ich nun mit 0,19 je Bild nicht sauer).

Kommen wir zum Nachspiel, ja ja, das gibt es auch noch. Zuerst mal ist anzumerken, dass man mich bei Rossmann an der Kasse nach einer Abholkarte fragte. Ich habe keine Ahnung was das ist, vielleicht meinte sie die Fuji-Card? Aber es ging problemlos auch ohne, sie hat ein Büchlein herausgeholt, wo sie Auftragsummer und Datum notierte, und ich als "Abholer" gegengezeichnet hab. Auf dem Umschlag stand eh mein Name (im Internet eingegeben) zusammen mit der Adresse, da hätte ich aber Rabbatz gemacht, wenn sie die Herausgabe verweigert hätte, so ich meinen Ausweis gezeigt hätte. Aber wie gesagt, es ging auch ohne - ja richtig, noch nichtmal einen Ausweis oder einen Auftragsschein wollte sie sehen. Ob die Frau Ahnung hatte?

Das zweite Nachspiel dann beim "Bürgeramt" - das ist da, wo man jetzt den Umtausch von Führerschein sowie einen Reisepass beantragt. Das war früher wohl eine Geschäftsstelle des Landeseinwohneramtes, aber das ist ja zu Januar 2005 ersetzt durch irgendwas komisch klingendes (abgekürzt LABO). Na jedenfalls, deren Geschäftsstellen heissen Bürgeramt, und sitzen da wo früher... genau. Zwecks Nachspiel, nee nee, die Photos waren völlig akzeptabel, aber aber das bei Fotofix gedruckte Papier war zu dick - sie hat da im Amt so eine Spezialschere, die in einem Rutsch alle vier Ecken auf ein etwas kleineres Format schneidet. Und die wollte nicht. Sie konnte sich aber eine ältere Spezialschere von einer Kollegin borgen, die auch tatsächlich dreimal so schwer aussah, und mit eben der ging das dann auch.

Die später eingetroffenen Rossmann Photos waren übrigens dünner, und wohl auf einer Nassphoto-maschine belichtet. Und wenn ich die Infos im Internet richtig lese, dann schicken so ziemlich alle Discounter (Rossmann, Plus, etc) ihre Digiphotos an den gleichen Belichter. Wenn ihr also woanders hingeht, sollte das Ergebnis gleich sein. Ach so - ich hab Rossmann das Viererbild auch hochkant hochgeladen, und die waren sehr wohl in der Lage das Photo automatisch zu drehen und unter maximaler Platzausnutzung zu belichten. Na also, geht doch.