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2006-09-27
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Übersicht Kosten Online GiroKonten - Januar 2004MotivationIch war jahrelang Kunde der Advance Bank, einer Tochter der Dresdner Bank, und hochzufrieden. Praktisch alles war kostenlos, kein Grundsockel für Kontoführung, und Aufträge Online und Telefon kostenfrei. Die Mitarbeiter im Telefondienst waren (nach anfänglichen Schwächen in den ersten Jahren) ausnehmend kompetent, freundlich, schnell. Dies gilt auch für das Finanzportal. Und last and best, die Nutzung der Cash Group Bankautomaten macht Bargeld immer und überall ohne Mühe verfügbar. Die Advance Bank wurde nun aber vernichtet, alle Mitarbeiter (auch und gerade des Telefondienstes) entlassen, und die Kunden in die Dresdner Bank eingegliedert. Es wurde Bestandsschutz gegeben, sodass weiterhin alles kostenfrei ist, nur dass es keinen kompetenten Telefondienst mehr gibt. Allerdings achte man auf das Kleingedruckte: Bestandsschutz gilt nur bis Ende 2004. Danach steht zu erwarten, dass die ehemaligen Advance Bank Kunden eingegliedert werden in die Normalkonten, und das wäre hier wohl das Dresdner Bank OnlineKonto. Dabei bekommt man als Advance Bank Kunde jedoch eine Art Kulturschock verpasst: die Grundkosten sind vergleichbar mit denen mancher Filialbank, und die Grenze zu kostenpflichtigen Geschäftsvorfällen ist schnell erreicht, etwa bei Nutzung von Internet-Einkäufen und Ebay. Dabei ist die Transaktionsgebühr auch nicht billig zu nennen, wenn man es mit Gebührenmodellen anderer Banken vergleicht. Mit dieser Praxis ist die Dresdner Bank schon in die Schlagzeilen der Presse gekommen, denn manch unvorsichtiger umtriebiger Kunde kann schon mal dreistellige Summen an Gebühren erreichen. Daraus ergab sich der Antrieb nachzusehen, einfach die Bank zu wechseln. Die Eingliederung in die Dresdner Bank hat mir eh auferlegt, allen Kontenpartnern (Einzugsermächtigungen und Arbeitgeber) die neue Konto Nummer bei der Dresdner binnen eines Jahres zukommen zu lassen. Nur in dieser Zeit werden entsprechende Aktionen unter der alten Kontonummer äquivalent gebucht. Ein Wechsel zu einer anderen Bank in diesem Zeitraum macht den gleichen Aufwand, aber bewahrt mich vor der bösen Überraschung, die am Ende des Bestandsschutzes zu erwarten steht, nach meiner Meinung. link: ARD Ratgeber Geld: Warum die Kosten für die Kontoführung so stark steigen VergleichZu diesem Zweck ist ein Vergleich der Kosten der Kontoführung verschiedener Banken zu führen. Ich achte hier insbesondere auf Kosten für das Internetportal und Abhebungen am Geldautomaten. Gerade manche reine Internetbank kegelt sich hier ins aus, manche etwa hat gar keine Geldautomaten und verschickt Bargeld per Kurier. Die extrem hohe Zahl an "Cash Group" Automaten macht hier das gegensetzte Ende aus, und das gibt hohe Pluspunkte. Aufgeführt sind immer auch Möglichkeiten der Reduktion der Basiskosten, nach Möglichkeit auf 0,00 je Monat. Aufgeführt ist hier der Stand etwa Januar 2004, dieser Artikel entstand am 03.02.2004, und ich habe dabei die jeweiligen HTML und PDF Seiten mit dem Gebührenplan der jeweiligen Banken geprüft. Alle Angaben sind ohne Gewähr versteht sich, im Zweifelsfalle gelten immer die aktuellen Aushänge und Preisangaben der Banken selbst. Anspruch auf Vollständigkeit will ich gar nicht haben, aber die wichtigsten sollten hoffentlich enthalten sind. Die meisten Banken haben 0,00 Grundgebühr für Jugendl. unter 26, Student wird manchmal bis 30 anerkannt. Bin ich immer drüber.
Auszahlungsverbände
Weitere Banken
link:
Forium Girokonten Vergleich SchlussbemerkungenAls ich die Recherche begann, rechnete ich mit 2-3h Arbeit, mittlerweile sind 10h daraus geworden. Dies hängt vor allem daran, dass die Banken ihre Webseiten nicht informativ gestalten. Es werden ein paar Punkte ihrer Angebote herausgestellt, aber nie komplett dargestellt. Für die Vergleichbarkeit muss man sich durchwühlen, und nach den PDFs der "Preisaushänge" suchen. Und auch diese sind sehr unterschiedlich formatiert, damit man auch merkt, dass sie das nur gemacht haben, weil sie dazu verpflichtet scheinen. Dabei erlebt man dann auch eine Unmenge an Überraschungen. So sind die Konditionen der ehemaligen AdvanceBank Kunden bei der Dresdener gar nicht mehr gelistet. Dagegen findet sich im Preisaushang der Hypo das "Basiskonto", dass sonst nirgends Erwähnung findet. Auch die Struktur von Aufschlägen zeugt von kreativen Geistern: bei der Sparkasse etwa wird bei erreichen einer Transaktionsmenge nicht etwa jede weitere Transaktion gebührenpflichtig (wie bei der Dresdner), sondern man bekommt einen einmaligen Grundgebühr-Aufschlag, mit dem alle weiteren Transaktionen jenes Monats bis unendlich abgegolten werden. Noch interessanter sind die Kleinigkeiten, manche Bank will nix für den monatlich zugeschickten Kontoauszug, aber berechnet "Tagesausdrucke", oder andersherum macht man alles am Auszugsdrucker kostenfrei, berechnet dagegen jedes automatisch generierte Papier heftig. Auch bei Einzahlungen gegen eigenes Konto kann man schonmal Überraschungen erleben, auch wenn ich die hier nicht gelistet habe: eine Bank etwa will einen Promillesatz und bei geringen Beträgen Mindestgebühr. Und welche Überweisungen kostenfrei sind, ist manchmal sehr suspekt, da kann man schonmal online Anweisungen für null bekommen, und auch die Einrichtung einer Dauerüberweisung kostet nix, aber die automatisch ausgeführte Dauerüberweisung kostet. Man unterscheidet non-EU, EU, bankintern und Überweisungen zwischen Unterkonten, und manchmal scheint selbst letzteres kostenpflichtig unter vorgegebenen Umständen. Wow. FazitZumindest lässt sich feststellen, dass im deutschen Bankwesen keine Usus-Kartelle vorliegen, wie etwa bei den Mobilfunk-Firmen oder Tankstellen-Ketten. Das Kleingedruckte und Nebengebühren lassen einen im Gegenzug schon mal zweifeln, ob das tatsächlich kreativ ist oder doch eher der Versuch ist, die Leute übers Ohr zu hauen. Umso wichtiger sind Angebote mit kompletter doch einfacher Struktur, damit man am Ende keine böse Überraschung erlebt. In diesem Sinne wundert es nicht, wenn in Tests die Postbank in der letzten Zeit immer gut abgeschnitten hat. Egal ob Schalter, Telefon oder Online, es ist alles inclusive. Man muss halt nur die Bedingung des Mindest-Geldeingangs von 1.000EUR monatlich erfüllen, was wahrlich nicht jeder als regelmässig garantieren kann. Im Preisaushang findet sich noch ein Hinweis auf das ausgelaufene Postgiro3000plus, dass vermutlich alternativ 3000EUR Einlage erlaubt hätte, aber wird nicht mehr mit Neukunden abgeschlossen. Jedenfalls markiert 1.000EUR Geldeingang schon die Untergrenze für ein kostenfreies Komplettkonto, hier gar mit CashGroup Anbindung. Bei Einlageabzinsung stellt das Angebot der Hypo die Untergrenze dar mit 1.500 Mindesteinlage für ein kostenfreies Komplettkonto (auch mit CashGroup Anbindung). Der Verweis auf "durschnittl." ermöglicht, das man das zwischendurch auch mal anknabbern darf, bis zum nächsten Gehaltsscheck. Wie es tatsächlich berechnet wird, will ich hier mal lieber nicht fragen. Bei der Citibank arbeitet man mit 2.500 einer Mindesteinlage, bekommt dann aber auch eine Visa-Card inclusive. Doch gerade bei letzterer finden sich im Netz so einige Geschichten von (ehemaligen) Kunden - arme Schlucker mit wechselhaften Kapitalisierungen sind wohl nicht wirklich gern gesehen. Bleibt am Ende doch das Komplettkonto der Berliner Volksbank übrig, dieses ist soweit kostenfrei und alles inclusive, mit dem einzigen Haken, dass die Schaltergebühr für Überweisung die Leute eben dazu zwingen soll, gefälligst das Internet (oder Telefon Sprachcomputer) zu nutzen. Eine Seitenbedingung, die mich nicht wirklich stört, und der Schalter/Kundentel ist sonst komplett kostenfrei bis eben auf Überweisungen. Eine Mindesteinlage oder Mindesteingang für Null-Grundkosten, die gibt es hier nicht, das verschafft eine gewisse Sicherheit, gerade als Zweitkonto oder in einer Übergangszeit von einem anderen Konto. Einzig muss ich hier bezüglich der Geldautomaten umdenken, denn die Bank ist nicht Teil der Cash-Group oder des Cash-Pools. Mit 130 Filialen ist die Bank sehr häufig in Berlin vertreten (bei ca. 90 Stadteilen), nur nicht mmer an den zentralen Plätzen (oder hab ich die bisher zu oft übersehen?). Das VRcard Verbundnetz gibt auch auf Reisen die Sicherheit kostenfreien Zugriffs auf Bargeld, aber nunja, bei der CashGroup musste man immer nur ins Zentrum einer Ortschaft und dessen Einkaufsstrasse laufen, um dort eine DeutscheBank Filiale zu treffen, (ähnlich beim Sparkassenverbund), bei den V+R Banken schaut man am besten am Ende der Einkaufszone, wo sie sich scheinbar regelmässig ansiedeln. ZweitKontenDas Angebot der DKB Bank kam erst nachträglich in die Liste, wohl weil sie Mitglied keines Auszahlverbundes ist. Da steht "0,-- für ec-Kartenverfügung an allen Geldautomaten innerhalb EU" und im FAQ dann "unabhängig vom Betreiber des GAA". Übernimmt die DKB dann alle Fremdabhebungskosten jener Banken (wie können die sich das leisten)? Oder schlagen sie einfach nur 0,-- auf (wäre komisch)? Es ist eh fast eine Onlinebank, Telefonbanking existiert nicht, kaum Filialen, dafür aber eine Guthabenverzinsung (0,50%), und eine Visa-Card. Eigenartige Sache. Als Zweitkonto durchaus interessant. Da liesse sich dann aber auch die DiBa wieder aufführen - mit dem sogenannte "ExtraKonto". Dieses ist grundkosten-frei (im ggs zum "DirektKonto") und bietet 2,50% Verzinsung. Transfer zu beliebigem Referenzkonto frei, ein nettes Tagesgeldkonto. Laut Nutzerbericht wird bei Abhebung innerhalb 1-2Tg gutgeschrieben, hängt wohl von der Zielbank ab. link: SchuldnerBeratung Aktion "Girokonto für Jedermann" (31.3.2005) Jan weist auf Diba EC-Karte hin und dasss die DKB einen größeren Mindestgeldeingang haben will - Danke Jan, ist eingearbeitet. | ||||||||||||||