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1996-07-15
(C) Guido Draheim
guidod@gmx.de

 
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Zitate

  • Nicolás Guillén: Grundlegende Worte
  • Francesco Petrarca: Sonett
  • ... zur Kunst
  • ... aus Kinderaufsätzen
  ... und hier die geradezu
unvermeidliche Sammlung
(un)nützer Zitate & Gedichte

Nicolás Guillén

Grundlegende Worte

Lass dein Leben eine heftig schlagende Glocke sein
oder eine Furche, wo der leuchtende Baum des Gedankens aufblüht und Früchte trägt.
Erhebe die Stimme über die namenlose Stimme der andern
und lass den Menschen neben dem Dichter sich zeigen.

Erfüll deinen Geist ganz mit Licht;
suche die jähe Schroffe des Gipfels,
und wenn deines Stabes knotige Stütze
auf ein ehernes Hindernis trifft,
schwing den Flügel der Kühnheit
vor der Kühnheit des Hindernisses


Francesco Petrarca
(* 1350)

Sonett

Ich find nicht Frieden und bin nicht im Kriege
ich fürcht und hoffe, brenne und bin Eis,
gefällt am Boden ich zum Himmel fliege,
und fasse nichts und halt der Erde Kreis.

Sie sucht mich nicht, in deren Haft ich liege,
es hält ihr Band, von dem sie doch nichts weiss;
nicht Tod noch Freiheit bringen Armors Siege
und geben mir mein Leben nicht zum Preis.

Ich sehe augenlos, ruf ohne Mund
ersehn den Untergang, um Hilfe flehend,
ich hasse mich und liebe sie zugleich;

die Wonne kränkt mich, Schmerz macht mich gesund,
mit gleichem Gram Sein und Vergehen sehend -
in diesem Stand, Herrin, bin ich durch Euch.


Zitate zur Kunst

Die Malerei wählt ... in dem Universum das, was sie für ihre Zwecke am geeignetsten findet. Sie vereinigt, sie konzentriert in einer einzigen phantastischen Figur Umstände und Charaktere, die die Natur zerstreut in verschiedenen Individuen bietet. Dank dieser weisen und erfinderischen Kombination erwirbt der Künstler den Titel des Erfinders und hört auf, ein untergeordneter Kopist zu sein.
Francisco de Goya

Bei schlechten Malern braucht man nur eins zu tun: nicht hinsehen.

Ernest Hemingway


Zitate aus Kinderaufsätzen

  • Zeppelin war der erste, der nach verschiedenen Richtungen in die Welt schiffte.
  • Die Menschen wurden früher so alt, weil sie weniger Verkehr hatten.
  • Zusammengefasst kann man sagen, dass der alte Fritz ohne seinen Vater nicht denkbar wäre.
  • Schiller hätte das Drama gern beendet, aber die Arbeit an seiner Braut hielt ihn davon ab.
  • Der Frühling ist die erste der vier Jahreszeiten. Im Frühjahr legen die Hühner wieder Eier und die Bauern Kartoffeln.
  • In Lappland wohnen zwei Gruppen von Menschen. Die reichen Lappen fahren mit Rentierschlitten, die armen Lappen müssen zu Fuss gehen, daher der Name "Fusslappen".
  • Es war eine Demonstration. Der Marktplatz war voller Menschen. Noch in den Nebenstrassen pflanzten sich die Männer und Frauen fort.
  • Dann gingen wir in den Zoo. In einem Käfig saszen viele Affen. Mein Onkel war auch dabei.


Guido Draheim (created 1996-07-15)