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Das Projekt wird von einer Vorlesung im Hauptstudium begleitet
Die Optimierung einzelner Aktivitäten durch den Einsatz moderner Rechentechnik ist in vielen Bereichen der Wirtschaft an ihre Grenze gestoßen. Der Schlüssel zu höherer Effizienz und Qualität liegt in den Geschäftsprozessen, die die einzelnen Aktivitäten in Beziehung setzen. Schlagworte wie Business Process Reengineering und Workflow Management sind daher auch für kleine und mittlere Unternehmen von großem Interesse. Um die Geschäftsprozesse eines Unternehmens analysieren, optimieren bzw. automatisieren zu können, müssen diese angemessen beschrieben werden. Im Rahmen der DFG-Forschergruppe Petrinetz-Technologie wurde die prinzipielle Eignung von Petrinetzen als Modellierungsmethode für betriebliche Abläufe anhand industrieller Fallstudien nachgewiesen. In diesem Projekt werden die Methoden zur angemessenen Beschreibung von Geschäftsprozessen weiterwickelt und auf spezielle Anforderungen angepasst.
In diesem Projekt liegt der Ansatz in einer zweistufigen Vorgehensweise. Im ersten Schritt wird die Interaktion zwischen den einzelnen Partnern spezifiziert. Mit Hilfe von Szenarien werden mögliche Abfolgen der Kommunikation beschrieben. Damit kann das externe Verhalten einer jeden Organisationen zugesichert werden. Im zweiten Schritt werden die Geschäftsprozesse innerhalb der lokalen Einheiten modelliert. Die lokalen Abläufe können gemäß der eigenen Firmenphilosophie gestaltet und mit gängigen Methoden der Geschäftsprozessmodellierung beschrieben werden. Dadurch erreicht man ein hohes Maß an Flexibilität. Um die Zuverlässigkeit zu belegen, wird die Übereinstimmung von internem und externem nachgewiesen.
Soll ein Geschäftsprozess durch die Komposition lokal abgeschlossener Komponenten realisiert werden, dann bietet sich die Technologie der Web Services an. Dabei muss natürlich garantiert sein, dass die einzelnen Web Services zusammenarbeiten können, ohne zu verklemmen. Da die neue Technologie noch in den Kinderschuhen steckt, ist die semantische Kompatibilität von Web Services eine offene Frage. Das Ziel dieses Teilprojektes ist es daher, mit Hilfe der Prozessalgebra CSS ein Kriterium für die Kompatibilität von Web Services abzuleiten und eine Methode zu dessen Nachweis zu entwickeln.
Prozesse werden von verschiedenen Blickwinkeln aus unterschiedlich abgebildet. Während für die Ausführung eines Prozesses alle Schritte in der internen Sicht (genannt Private-View-Modell) detailliert dargestellt werden müssen, genügt für die Beschreibung des Prozesses nach außen (genannt Public-View-Modell) die Definition der Schnittstellen und der grundlegenden Strukturen. Es ist wünschenswert, die Details der internen Sicht bei der Kommunikation mit Partnern auszublenden. Das Ziel dieses Teilprojektes ist es daher, automatisch aus der internen Prozessbeschreibung eine externe Prozessbeschreibung abzuleiten, die nur die notwendigen Details enthält.
Dieses Projekt erweitert das Betrachtungsfeld: Komplexe kooperierende Systeme im Bereich der Informationstechnologie existieren in den unterschiedlichsten Ausprägungen. Ihnen allen gemein ist die Aufteilung in Komponenten, die über Nachrichten miteinander kommunizieren. Daher stellt sich die Aufgabe, die zu Grunde liegende Kommunikationsschicht in Dimension und Robustheit an die gegebenen Anforderungen anzupassen. In diesem Projekt wird der Austausch von Nachrichten mit Hilfe von Message-Queues realisiert. Ziel dieses Teilprojektes ist es, ein Verfahren zur geeigneten Dimensionierung der Message-Queues in einem komplexen System auf Basis der gegebenen Flussgraphen zu entwickeln.
Letzte Änderung am Mittwoch, 11. August 2004