Die 2. Humboldt Informatik GONG SHOW (HIGS'05)

Gong

Die HIGS'05 gibt wissenschaftlichen Mitarbeitern, Doktoranden und Diplomanden des Instituts die Gelegenheit, Ihre Forschung einem breiten Publikum vorzustellen. Jeder Teilnehmer hat genau 2 Minuten Zeit, auf wenigen Folien Ihre/Seine Forschungsarbeit vorzustellen. Das Konzept ist auch als "Flash-Session" auf Konferenzen bekannt. Die HIGS findet zum zweiten Mal statt (siehe auch HIGS'04). Neu ist diesesmal, daß die ersten Plätze Diplomanden vorbehalten sind.

Zum Program

Neu: Fotos von der Gong Show!

Wann?

Am Donnerstag, 26. Mai 2005 begeht das Institut für Informatik den "Tag der Informatik". Die Humboldt Informatik GONG SHOW wird an diesem Tag um 15:30 Uhr - eine Stunde lang - stattfinden.

Wo?

Im Erwin-Schrödinger Zentrum, Konferenzraum 0'119 (neben Buchhandlung).

Wer?

Vortragende melden sich bitte bis zum 8.5.2005 bei Felix Naumann unter Angabe von Name, Titel des Vortrags und betreuenden Lehrstuhl.

Zum Zuhören sind natürlich alle herzlich eingeladen.

Wie?

30 Teilnehmer haben jeweils genau 2 Minuten Zeit, gegebenenfalls mittels Overhead-Folien, Interesse für Ihre Forschung zu wecken. Aus Zeitgründen sind Präsentationen per Beamer nicht zugelassen. Nach 2 Minuten erschallt der GONG für den nächsten Vortragenden.

Weitere Infos

Die GONG-SHOW wird von Prof. Felix Naumann organisiert:

Programm


Diplomand/Doktorand
Thema
Lehrstuhl
15:30
Prof. Felix Naumann
Kurze Einführung
Informationsintegration

Diplomanden-Session
1
Jakob von Recklinghausen Denken Tiere und Maschinen wie Menschen? Logik (Scheffler, Institut für Philosophie)
2
Sven Puhlmann
XML Duplikaterkennung mit der Sorted Neighborhood Methode
Informationsintegration (Naumann)
3
Birgit Wandrei
Interaktive Satzgenerierung mit Probabilistisch Latent Semantischer Analyse
Wissensmanagement (Scheffer)
4
Daniel Johannsen
Volkszählung der dreidimensionalen Vieleckler (Zusammenfassung)
Algorithmen und Komplexität (Prömel)
5
Andreas Glausch
Verteilte Abstract-State-Machines
Theorie der Programmierung (Reisig)
6
Andreas Wollstein Neural Motion Detection Künstliche Intelligenz (Burkhard)
7
Carsten Schwarz
Undeniable Signatures
Lehrstuhl Komplexität und Kryptografie (Köbler)
8
Benjamin Altmeyer
PrimeTix - Das Handy als Eintrittskarte
Rechnerorganisation und -kommunikation (Malek)
9




Doktoranden-Session
10
Jana Bauckmann
Aladin
Wissensmanagement in der Bioinformatik (Leser)
11
Isabel Drost
Jagd auf die Hommingberger Gepardenforelle: Spamerkennung im WWW http://www.heise.de/newsticker/meldung/58706
Wissensmanagement (Scheffer)
12
Kay Schützler
Qualität von Software-Architekturen
Softwaretechnik (Bothe)
13
Christian Stahl
Modellierung und Analyse von GALS-Schaltungen mit Petrinetzen Theorie der Programmierung (Reisig)
14
Peter Masuthe
Bedienungsanleitungen für Geschäftsprozesse
Theorie der Programmierung (Reisig)
15
Baver Acu
Web Service Transactions
Theorie der Programmierung (Reisig)
16
Mohammed Salem
Object Recognition in Traffic Monitoring (Zusammenfassung)
Signalverarbeitung und
Mustererkennung (Meffert)
17
Roman Blaschek
Kalibrierung von Kameras im Rahmen der Verkehrsbeobachtung (Zusammenfassung)
Signalverarbeitung und
Mustererkennung (Meffert)
18
Daniel Goehring
Einer fuer Alle, Alle fuer Einen - Weltmodellierung in Multiagentenszenarios
Künstliche Intelligenz (Burkhard)
19
Steffen Bickel
Lernen mit mehreren Sichten
Wissensmanagement (Scheffer)
20
Ulf Brefeld
LERNEN IN STRUKTURIERTEN EINGABE-AUSGABE RÄUMEN
Wissensmanagement (Scheffer)
21
Melanie Weis
DogmatiX die Spürnase
Informationsintegration (Naumann)
22
Felix Salfner
Ausfallvorhersage in großen Softwaresystemen
Rechnerorganisation und -kommunikation (Malek)
23
Peter Ibach
MagicMap - koorperative Positionsbestimmung über WLAN (Zusammenfassung)
Rechnerorganisation und -kommunikation (Malek)
24
Andreas Kunert
Wege von der grammatikbasierten zur metamodellbasierten Sprachbeschreibung
Systemanalyse (Fischer)
25
Markus Scheidgen
Was war zuerst da: das Modell oder das Modell vom Modell? Selbstbeschreibende Beschreibungssprachen
Systemanalyse (Fischer)
26
Oliver Berthold
Privacy durch Chaos in Datenbanken (Zusammenfassung)
Datenbanken und Informationssysteme (Freytag)
27
Kay Schröter
Sozionik - Agenten zwischen Künstlicher Intelligenz und Soziologie (Zusammenfassung)
Künstliche Intelligenz (Burkhard)
28
Mirjam Minor
Erfahrungsmanagement mit fallbasierten Assistenzsystemen (Zusammenfassung)
Künstliche Intelligenz (Burkhard)
29
Steffen Tschirpke
Ausfallvorhersage in Softwaresystemen
Rechnerorganisation und -kommunikation (Malek)


Kurzfassungen


Daniel Johannsen, Volkszählung der dreidimensionalen Vieleckler
Dreidimensionale Vieleckler sind eitle Geschöpfe. Einerseits erscheinen sie zur Zählung nur in ausgewählten Gruppen, deren Mitglieder sich an Vielseitigkeit nichts nehmen, andererseits versuchen sie, mehr als einmal gezählt zu werden, indem sie sich immer wieder von einer anderen Seite zeigen. Lassen sich diese Individualisten zur Ordnung bringen?


Mohammed Salem, Object Recognition in Traffic Monitoring
The goal of Traffic Monitoring System is the development of algorithms for robust extraction of traffic parameters from image sequences. Sometimes the processed image sequences are assumed to be taken from a static camera perspective, monitoring the situation in front of traffic lights. The road traffic parameters extracted from the images can be considered as a compressed coding of the traffic situation in front of the lights. Sometimes the images under processing are taken from Satellites or sensors fixed in from of the moved vehicles. All this devices and the analysis and processing algorithms are working together to find at the end an Intelligent Traffic Control System.
In image processing, the goal of object recognition is to determine the class and position of objects contained in the image of a scene. The object recognition task is often subdivided into two parts. It consists of an initial segmentation dividing the image into a set of disjoint regions and a subsequent classification assigning the generated regions to object classes.


Roman Blaschek, Kalibrierung von Kameras im Rahmen der Verkehrsbeobachtung
Fuer die Verkehrsbeobachtung ist es notwendig eine oder mehrere, meist sehr weitwinklige Kameras einzusetzen. Um aus den Bildern dieser Kameras metrische Informationen ueber die Verkehrsobjekte gewinnen zu koennen, muessen diese Kameras kalibriert werden. Die Kalibrierung unterteil sich dabei in einen inneren und einen aeusseren Teil. Der innere Teil ist fuer jede Kamera einzeln zu bestimmen und vermindert die radialen Verzeichnungen der Weitwinkelobjektive; die aeussere Kalibrierung befasst sich mit der relativen bzw. absoluten Lagebestimmung der einzelnen Kameras.


Peter Ibach, MagicMap - koorperative Positionsbestimmung über WLAN
Mit Hilfe der „Karte des Rumtreibers“ konnte Harry Potter die Positionen aller Personen in und um Schloss Hogwarts überblicken. Wir haben eine solche "magische Karte" zur Positionsbestimmung mobiler Systeme basierend auf WLAN-Signalstärke-Auswertung entwickelt. MagicMap ist eine reine Softwarelösung, die bei den mobilen Systemen außer einer konventionellen WLAN-Ausstattung keine weitere Hardware erfordert. Die WLAN Access Points können beliebig verteilt sein und es sind weder Eingriffe an der AP-Hardware noch an der Software nötig. Unsere Versuche am Uni-Campus Berlin-Adlershof zeigen in typischen Büroumgebungen eine Positionierungsgenauigkeit im einstelligen Meter-Bereich. Die eigene Sichtbarkeit unterliegt dabei der vollen Kontrolle der Peer-Knoten, die den Zugriff auf ihre Positionsinformation individuell festlegen können. Die Software steht zum freien Download zur Verfügung und kann für Experimente oder Anwendungen genutzt werden.


Oliver Berthold, Privacy durch Chaos in Datenbanken
Eigentlich geht es bei Datenbanken darum, Informationen wohlsortiert abzuspeichern - möglichst nach vielen Kriterien zugleich, für einen effizienten Zugriff. Zugriffsschutzmechanismen sorgen dabei für die Sicherheit der Daten vor unbefugter Veränderung und auch unberechtigten Lesen. Schlecht oder gar nicht geschützt ist jedoch die Privatsphäre des Zugreifenden - die Datenbank weiss sehr wohl, was gefragt wurde und welche Daten daraufhin geliefert wurden. Das dies nicht immer wünschenswert ist liegt auf der Hand - oder würden Sie gern die Liste Ihrer bisherigen Google-Suchwörter offenbart sehen?
Vorgestellt wird ein Ansatz zum Schutz der Anfragenden, wobei die einzelnen Informationen (Datensätze) unkenntlich gemacht (verschlüsselt) und völlig chaotisch (in zufälliger Reihenfolge) abgelegt und das Chaos dynamisch immer wieder erneuert wird.

Kay Schröter, Sozionik - Agenten zwischen Künstlicher Intelligenz und Soziologie
Sozionik ist ein Forschungsgebiet an der Schnittstelle zwischen Soziologie und Informatik, und dort insbesondere der Künstlichen Intelligenz. Es umfasst drei Schwerpunkte: Die Verbesserung von Multiagentensystemen (MAS) durch Konzepte der Soziologie, die Simulation soziologischer Theorien mit MAS, sowie die Untersuchung hybrider Gemeinschaften, in denen Menschen und Agenten gleichberechtigt miteinander interagieren. Das hier vorzustellende Projekt befasst sich mit dem ersten und dritten Punkt.

Mirjam Minor, Erfahrungsmanagement mit fallbasierten Assistenzsystemen
Erfahrungsmanagement (EM) ist ein Teilgebiet von Wissensmanagement, das sich mit Erfahrungswissen beschaeftigt. Erfahrungswissen ist Wissen aus Erfahrung, das heisst spezielles Wissen, das ein Akteur oder eine Gruppe von Akteuren in einem bestimmten Problemloesungskontext erworben hat.
Meine Arbeit entwickelt ein Rahmenwerk fuer Assistenzsysteme, die das Erfahrungsmanagement technisch unterstuetzen. Die spannende Frage dabei ist, welche EM-Prozesse sinnvoll automatisiert oder teilautomatisiert werden koennen. Ich erlaeutere dies an praktischen Anwendungen des Fallbasierten Schliessens.