INKA - (In)tegration (k)ooperationsfähiger(A)genten in komplexen Organisationen
ein gemeinsames Projekt des Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz am Institut für Informatik der Humboldt-Universität zu Berlin und des Fachgebietes Techniksoziologie am Institut für Soziologie der Technischen Universität Berlin

Integration kooperationsfähiger Agenten in komplexen Organisationen

Prof. Dr. sc. Hans-Dieter Burkhard
Humboldt-Universität zu Berlin
Institut für Informatik
Lehrstuhl für Künstliche Intelligenz
Johann-von-Neumann-Haus
Rudower Chaussee 25
12489 Berlin
email: hdb@informatik.hu-berlin.de
www: http://www.ki.informatik.hu-berlin.de
Prof. Dr. Werner Rammert
Technische Universität Berlin
Institut für Soziologie
Fachgebiet Techniksoziologie
 
Franklinstr.28/29
10587 Berlin
email: werner.rammert@tu-berlin.de
www: http://www.tu-berlin.de/~soziologie/Tuts/index.htm

Das von Soziologen und Informatikern interdisziplinär bearbeitete INKA-Projekt untersucht sowohl Möglichkeiten zum Transfer soziologischer Konzepte in das Design von Multiagentensystemen (MAS), als auch Aspekte der Integration solcher durch das MAS gebildeten künstlichen Sozialitäten in komplexe Organisationen (Hybridisierung). Die Relevanz unserer Thematik ergibt sich aus der zunehmenden Delegation von Entscheidungsprozessen an autonome Rechnersysteme, die während ihrer Arbeit gleichberechtigt mit Menschen interagieren sollen. Dieses Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Schwerpunktprogramms 1077 "Sozionik: Erforschung und Modellierung Künstlicher Sozialität" gefördert.

Als Untersuchungsdomäne haben wir die Schichtplanung im Krankenhaus gewählt. Wir haben ein MAS entwickelt, dessen Agenten basierend auf der Rollentheorie und unter Nutzung der Bordieuschen Kapitalsorten in der Lage sind, über den Tausch von Schichten zu verhandeln. Die agenteninterne Entscheidungsfindung erfolgt durch eine mehrschichtige Belief - Desire - Intention - Architektur (BDI). Das INKA-System erlaubt es uns unsere Fragestellungen sowohl in Simulationsstudien, als auch in Interaktivitätsexperimenten zu untersuchen. Im Laufe der weiteren Arbeit soll das System inkrementell um Koalitionsbildungs- und Routinisierungsprozesse erweitert werden und allgemeine Bewertungskriterien für derartige Systeme sollen entwickelt werden.

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