Termine
Anmeldungen sind ab sofort möglich;
die restlichen Themen werden in der ersten Sitzung am 17.04.2001 vergeben.
| SE |
Dienstag |
09:00 - 11:00 |
(RUD 25, 4.111) |
| 24.04. |
Clemens Gröpl |
Molekularbiologische Grundlagen |
| 8.05. und 15.05. |
Tobias Thiel |
Suffix Bäume |
| 22.05. und 29.05. |
Johann Letzel |
String-Distanz und approximatives Pattern Matching |
| 05.06. |
Martin Thimm |
Multiple String Comparison |
| 12.06. |
Gerd Anders |
Genome Rearrangements |
| 19.06. und 26.06. |
Christian Becker |
Fragment Assembly |
| 03.06. |
Alexander Moczko |
Proteinstruktur |
| 10.06. und 17.06. |
Peter Massuthe |
Phylogenetische Bäume |
Es sind noch Themen zu vergeben, z.B. Hidden Markov Models
Zuordnung
Voraussetzungen
- VL Theoretische Informatik 1-3
Inhalte und Lernziele
- Molekularbiologische Grundlagen
- Sequenzvergleich (Alignment)
Mehrere Folgen von Nuklein- oder Aminosäuren sollen so untereinander
geschrieben werden, dass sie an möglichst vielen Stellen
übereinstimmen.
- Paarweise Alignments
- eine beispielhafte Anwendung dynamischer Programmierung
- Aufzählung aller fast-optimalen Alignments
- das optimale Alignment ist oft nicht das biologisch sinnvollste.
- Suffixbäume
- eine unversell einsetzbare Datenstruktur.
- Zielgerichtete Suche
- weitere Zusatzüberlegungen, wenn man viele Sequenzen miteinander alignieren will.
- Hidden Markov Models
- ein Zufallsmodell für die gemeinsame Ursprungsfolge.
- Sequenzierung
Im Human Genome Project wurde die vollständige Sequenz der
menschlichen DNA bereits in wesentlichen Teilen volständig bestimmt.
Das zentrale Problem dabei ist die Zusammenfügung der sequenzierten
Teilstücke. [1 - 3 Vorträge]
- Phylogenetische Bäume
Ein phylogenetischer Baum beschreibt, wie die Evolution
abgelaufen sein könnte. Zu finden sind auch die gemeinsamen
Vorfahren.
- Distanz-basierte Methoden
- gegeben sind die paarweisen Abstände; gesucht ist ein Baum minimaler Länge.
- Charakter-basierte Methoden
- gegeben sind bestimmte "character data" (Merkmalsausprägungen); gesucht ist ein Baum, der die Anzahl der Mutationen minimiert.
- Umordnung von Genen (Genome Rearrangements)
Ganze Abschnitte auf Chromosomen werden im Verlauf der Evolution
ausgeschnitten und in umgekehrter Richtung wieder eingefügt. Gesucht
ist eine kürzeste Folge von solchen Umformungsschritten, die zwei
Genome ineinander überführt.
- Proteinstruktur
Aus der Aminosäurensequenz Aussagen über die Faltung des Proteins
abzuleiten, gehört zu den interessantesten und schwierigsten Aufgaben
der Bioinformatik überhaupt.
- DNA Computing
Spekulationen über den Einsatz von DNA-Technologie zur Lösung schwieriger kombinatorischer Probleme.
Empfohlene Literatur
- bioinformatik.de
-
Richard Durbin, Sean Eddy, Anders Krogh, Graeme Mitchison,
Biological Sequence Analysis. Probabilistic Models of Proteins and Nucleic Acids,
Cambridge University Press, 1998.
-
Dan Gusfield,
Algorithms on Strings, Trees, and Sequences. Computer Science and Computational Biology,
Cambridge University Press, 1997.
-
Anders Krogh,
An Introduction to Hidden Markov Models for Biological Sequences.
Ch. 4 in S. L. Salzberg et al., eds.,
Computational Methods in Molecular Biology, pp. 45-63,
Elsevier, 1998.
-
Hans-Peter Lenhof, Oliver Kohlbacher, Peter Müller, Knut Reinert,
Skript zur VL Computational Molecular Biology WS 1997/98,
Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken.
-
Ian Parberry,
How to Present a Paper in Theoretical Computer Science: A Speaker's
Guide for Students,
Technical Report, Department of Computer Sciences, University of North Texas, 1993.
-
Pavel A. Pevzner,
Computational Molecular Biology. An Algorithmic Approach,
MIT Press, 2000.
-
João Setubal, João Meidanis,
Introduction to Computational Molecular Biology,
PWS Publishing Company, Boston, 1997
-
Lubert Stryer,
Biochemie,
Spektrum Verlag, Heidelberg, 1996.
-
Michael S. Waterman,
Introduction to Computational Biology. Maps, Sequences and Genomes,
Chapman&Hall/CRC, Boca Raton, 2000 (wie 1995).