Eine Vielzahl von kombinatorischen Optimierungsproblemen lässt sich
mit Hilfe von Graphen modellieren. Die daraus hervorgehenden
Fragestellungen wie beispielsweise das Steinerbaumproblem oder
Graphenfärbungsprobleme sind jedoch oft NP-schwer und können daher
nicht effizient gelöst werden.
Dennoch treten diese Probleme in vielen Anwendungen auf und
müssen algorithmisch behandelt werden. Unsere Gruppe untersucht
die folgenden Lösungsansätze:
- Approximationsalgorithmen.
- Diese liefern eine approximative (näherungsweise)
Lösung zusammen mit einer Garantie für die
Abweichung der gefundenen Lösung vom theoretischen Optimum.
- Randomisierte Algorithmen.
- Für viele Probleme kennt man
Algorithmen, die in bestimmten Situationen Entscheidungen zufällig
treffen und dadurch mit (nachweislich) hoher Wahrscheinlichkeit eine
gute Lösung finden. Randomisierte Algorithmen sind oft auch aufgrund
ihrer Einfachheit und geringeren Laufzeit gegenüber deterministischen
Algorithmen von Vorteil.
- Probabilistische Analyse von Algorithmen.
- Hierbei geht es darum, für einen bestimmten Algorithmus
nachzuweisen, dass er auf fast allen Instanzen des Problems
(die gemäß einer bestimmten Verteilung zufällig auftreten)
eine gute Lösung findet.
Ergänzend hierzu befassen wir uns auch mit der Frage der
Nichtapproximierbarkeit von Problemen, d.h. dem Nachweis, dass
ein bestimmtes Problem (unter gegebenen komplexitätstheoretischen
Annahmen) nicht nur schwer exakt zu lösen ist, sondern sogar (bis auf
einen bestimmten Faktor) nicht approximiert werden kann.